Cape Canaveral/Frankfurt - Der deutsche Astronaut Thomas Reiter hat erfolgreich einen mehrstündigen Außenbordeinsatz an der Internationalen Raumstation absolviert. Nach fast sechs Stunden kehrten Reiter und sein US-Kollege Jeff Williams am Donnerstagabend in die ISS zurück, wie die Europäische Weltraumagentur ESA mitteilte.
Die beiden erledigten ihre Arbeit so zügig, dass sie noch einige Extraaufgaben aufgetragen bekamen. Die wichtigste Mission der Astronauten war es, ein neues Kühlsystem zu reparieren, das bis Dezember in Betrieb genommen werden soll. Reiter und Williams sollten mehrere Geräte außerhalb der ISS austauschen und Instrumente einsatzbereit machen.
Die Astronauten verließen kurz nach 16.00 Uhr MESZ in ihren schützenden Raumanzügen die ISS und schwebten in den freien Weltraum. Zurück blieb der Russe Pawel Winogradow, der die Arbeit seiner zwei Kollegen von der Raumstation aus verfolgte.
Für Reiter ist es der dritte Außenbordeinsatz; die ersten beiden absolvierte er 1995 und 1996 auf der russischen Raumstation Mir. Der Deutsche war am 5. Juli an Bord der US-Raumfähre «Discovery» zur ISS geflogen. Williams und Winogradow halten sich bereits seit April in der Orbitalstation auf. Die ISS hat mit Reiter erstmals seit dem Absturz der «Columbia» wieder eine dreiköpfige Besatzung.
http://www.esa.int/
(AP)
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