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Gebäudeeinsturz in Köln Ermittler untersuchen Ursache des Wassereinbruchs vor Archiv-Einsturz

DAPD

07.03.2009

Betonmischer wurden bereit gestellt, um ein eingestürztes Gebäude abzusichern. Bislang konnte die Ursache für den Einsturz des Historischen Kölner Stadtarchivs noch nicht geklärt werden. (AP Photo/Frank Augstein)
Betonmischer wurden bereit gestellt, um ein eingestürztes Gebäude abzusichern. Bislang konnte die Ursache für den Einsturz des Historischen Kölner Stadtarchivs noch nicht geklärt werden. (AP Photo/Frank Augstein)

Köln – Die Staatsanwaltschaft hat offenbar noch keine eindeutige Erklärung für den Einsturz des Historischen Kölner Stadtarchivs. Die Ermittlungen konzentrieren sich laut „Focus“ auf zwei mögliche Ursachen. Das Nachrichtenmagazin berichtete am Samstag unter Berufung auf Kölner Justizkreise, in Frage komme zum einen das Wegbrechen der einen Meter dicken Betonwand, die das Grundwasser von der Baugrube abhalten sollte. „Möglicherweise ist die Wand fehlerhaft montiert worden und hat dem Druck nachgegeben oder ist schlicht eingedrückt worden“, wird ein Beamter zitiert.

Die zweite Theorie geht dem Bericht zufolge davon aus, dass Wasser durch den unbefestigten Boden eingedrungen wäre. „Vieles spricht in dem Fall für einen hydraulischen Grundbruch“, sagte der Prüfingenieur für Baustatik beim Leipziger U-Bahn-Projekt, Harald Baumgarten, dem Blatt zufolge. Bei diesem Effekt würden die Trennwände das Grundwasser umlenken, so dass es die Wände herunter fließe und den Boden der Grube abrupt anhebe. „Wasser und Erdreich sprudeln wie in einem Vulkan nach oben“, berichtete der „Focus“.

„Der Spiegel“ veröffentlichte Passagen eines Gutachtens des Wülfrather Ingenieurbüros Zorn vom Oktober 2004. Zuvor hatte sich der Kirchturm der Gemeinde St. Johann Baptist in der Kölner Südstadt plötzlich um 77 Zentimeter geneigt. Die Gutachter sahen dem Bericht zufolge „vermeidbare Auflockerungen und Hohlraumbildungen“ bei den Tunnel-Arbeiten. 2004 stellte die Staatsanwaltschaft Köln ihre Ermittlungen wegen Baugefährdung ein. Doch nach der Katastrophe beim Stadtarchiv wollen die Staatsanwälte laut „Spiegel“ das Gutachten noch einmal auswerten. (AP)

 

 

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