Toronto – Nach einer Beschwerde von Jura-Studenten ermitteln die Behörden in Kanada wegen Verletzung des Datenschutzes gegen das Social-Network-Portal Facebook. Die Studenten der Universität von Ottawa verwiesen in ihrer Beschwerde am Freitag auf 22 Verstöße gegen die kanadischen Gesetze zum Schutz privater Daten. Facebook gebe private Daten ohne Einwilligung der Betroffenen an Werbepartner weiter.
Dem Gesetz zufolge dürfen Angaben wie Adresse, sexuelle Orientierung, Geburtsdatum und besuchte Schulen nicht veröffentlicht werden, ohne den Nutzer um Erlaubnis zu bitten. Bei Facebook müssen die Nutzer jedoch die Einstellungen ausdrücklich ändern, um diese Daten geheim zu halten. Die Studenten verglichen das Gesetz zum Schutz Persönlicher Informationen und Elektronischer Dokumente (PIPEDA) mit der Firmenpolitik von Facebook. Das Portal wies die Anschuldigungen zurück und erklärte, fast alle Daten auf Facebook würden von den Nutzern freiwillig mit anderen geteilt. Die Studenten hätten das Gesetz so ausgelegt, dass niemand freiwillig Informationen im Netz teilen könnte. (AP)
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