Washington - Die Internationale Handelskommission der USA hat nach einer Beschwerde des Pharma-Konzerns Eli Lilly über mehrere Internet-Anbieter importierter Impotenz-Medikamente Ermittlungen aufgenommen.
Auf den Websites der Anbieter werde ohne Lizenz das Medikament Cialis verkauft, hieß es in der Beschwerde des Herstellers Lilly ICOS LLC, einem Gemeinschaftsunternehmen von Eli Lilly und Icos. Die unabhängige, gerichtsähnliche US-Bundesbehörde kündigte am Dienstag Ermittlungen an. Außerdem werde eine Anhörung vor einem Bundesgericht angestrebt, um über einen möglichen Stopp der Importe zu entscheiden. Eine Sprecherin der U.S. International Trade Commission sagte, Eli Lilly werfe den Internet-Firmen unlauteren Wettbewerb und Verstöße gegen das Patentrecht vor.
Von der Beschwerde sind zehn Internet-Anbieter betroffen - aus den USA und aus dem Ausland. Weder bei Eli Lilly noch bei einigen der Internet-Firmen war jemand für eine Stellungnahme erreichbar. Einige der genannten Internetseiten waren nicht aufzufinden.
Die US-Gesundheitsbehörde FDA warnte unterdessen, dass mexikanische Apotheken nahe der US-Grenze Fälschungen des Impotenzmittels Viagra des US-Herstellers Pfizer verkauft haben. Außerdem seien gefälschte Versionen von Pfizers Cholesterin-Medikament Lipitor und von Eli Lillys Osteoporose-Mittels Evista verkauft worden. Die FDA forderte die Käufer dieser Medikamente auf, diese nicht einzunehmen und unverzüglich einen Arzt aufzusuchen. (Reuters)