Aktuelle Nachrichten Europa – Ermittlungen nach Zugunglück in den Niederlanden eingeleitet – DAPD
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Mehr als 100 Verletzte Ermittlungen nach Zugunglück in den Niederlanden eingeleitet

DAPD

22.04.2012

Amsterdam – Nach dem Zugunglück in den Niederlanden mit mehr als 100 Verletzten haben in dem Land die Ermittlungen zur Unfallursache begonnen. "Ich will so schnell wie möglich wissen, was die Ursache für diesen schrecklichen Unfall war", sagte die niederländische Infrastrukturministerin Melanie Schultz dem Nachrichtensender RTL Nieuws.

Der Amsterdamer Bürgermeister Eberhard van der Laan erklärte am Sonntag, 42 Menschen seien schwer verletzt worden, als am Samstagabend ein Nahverkehrszug und ein doppelstöckiger Intercity frontal zusammenstießen.

Am Sonntag wurden unterdessen die beiden beschädigten Züge von Lokomotiven abgeschleppt, damit Techniker die Gleise auf mögliche Schäden hin untersuchen konnten. Vertreter der Bahn warnten vor anhaltenden Behinderungen im Zugverkehr rund um Amsterdam.

Zwei getrennte Untersuchungen sollen klären, ob menschliches Versagen oder ein technischer Defekt dazu führten, dass sich die beiden Züge auf dem selben Gleis befanden.

Passagiere durch die Wagen geschleudert

Der Bahnbetreiber ProRail zeigte sich in einer Erklärung betroffen und drückte den Verletzten und ihren Familien seine Anteilnahme aus. Nach niederländischen Medienangaben wurden bei dem Unfall im Stadtgebiet von Amsterdam insgesamt 125 Menschen verletzt.

Polizeisprecher Ed Kraszewski sagte, viele Verletzte hätten sich Knochenbrüche oder Verletzungen in der Nackengegend zugezogen. "Wir gehen davon aus, dass die Leute bei dem Zusammenstoß durch den Zug geschleudert wurden – gegen Wände, Sitze oder andere Menschen", sagte Kraszewski. (dapd)

 

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