Umwelt – Erneuerbare-Energien-Gesetz entwickelt sich zum Exportschlager – DAPD
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Erneuerbare-Energien-Gesetz entwickelt sich zum Exportschlager

DAPD

05.06.2007

Blick in das Saale-Tal mit dem Pumpspeicherwerk Hohenwarte 2 in Thüringen. Das 1966 in Betrieb genommene Wasserkraftwerk liefert in Spitzenzeiten bis zu 320 Megawatt Energie. Die deutschen Erneuerbare-Energie-Verbände haben das Energiepaket der EU-Kommission als zu dürftig kritisiert. Sie kritisierten das ihrer Ansicht nach wenig ehrgeizige Ausbauziel von 20 Prozent für erneuerbare Energie bis 2020. Die Verbände forderten die Bundesregierung auf, sich während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft für ein Gesamtziel von 25 Prozent an der Energieerzeugung und Mindestziele für Strom (35 Prozent), Wärme (25 Prozent) und Kraftstoff (20 Prozent) einzusetzen. Foto: AP Photo/Eckehard Schulz)
Blick in das Saale-Tal mit dem Pumpspeicherwerk Hohenwarte 2 in Thüringen. Das 1966 in Betrieb genommene Wasserkraftwerk liefert in Spitzenzeiten bis zu 320 Megawatt Energie. Die deutschen Erneuerbare-Energie-Verbände haben das Energiepaket der EU-Kommission als zu dürftig kritisiert. Sie kritisierten das ihrer Ansicht nach wenig ehrgeizige Ausbauziel von 20 Prozent für erneuerbare Energie bis 2020. Die Verbände forderten die Bundesregierung auf, sich während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft für ein Gesamtziel von 25 Prozent an der Energieerzeugung und Mindestziele für Strom (35 Prozent), Wärme (25 Prozent) und Kraftstoff (20 Prozent) einzusetzen.

Foto: AP Photo/Eckehard Schulz)

München – Das lange Zeit umstrittene Erneuerbare-Energien-Gesetz ist laut Bundesumweltministerium jetzt ein internationaler Exportschlager. „Inzwischen haben sich 47 Staaten der Erde das deutsche Förderinstrument zum Vorbild genommen“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Müller, am Montag bei Deutschen Energiekongress in München. „Es gab in den vergangenen Jahren keine derartige Erfolgsgeschichte“, betonte der SPD-Politiker.

Damit gebe es inzwischen mehr Staaten mit diesem oder einem ähnlichen Förderinstrument als Staaten mit Atomkraftwerken, fügte Müller hinzu. Der Staatssekretär verwies auf den Bericht des Weltklimarats, wonach erneuerbare Energien zusammen mit deutlichen Effizienzsteigerungen von zentraler Bedeutung für das Erreichen der Klimaziele seien.

Müller warnte vor den dramatischen Folgen des Klimawandels für die Menschen in Europa und zugleich vor einem neuen Nord-Süd-Konflikt: So drohten afrikanischen Staaten dauerhaft bis zu 50 Prozent Ernteausfälle, falls der Anstieg der Temperatur weltweit bis 2100 nicht wie vom UN-Klimarat angemahnt auf zwei Grad begrenzt werden könne.

Das 1999 von der rot-grünen Bundesregierung beschlossene Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sieht vor, dass Netzbetreiber umweltfreundlichen Strom zu gesetzlich festgelegten Preisen abnehmen müssen. Zwischen 2000 und 2006 hat sich der Anteil der erneuerbaren Energien am Primär-Energieverbrauch nach Ministeriumsangaben auf 5,3 Prozent verdoppelt. (AP)

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