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Verseuchte Milchprodukte Erneut Melamin in chinesischen Milchprodukten entdeckt

DAPD

25.01.2010

Im Herbst 2008 waren in China rund 300.000 Säuglinge an mit Melamin verseuchter Babynahrung erkrankt, sechs Babys starben. AP Photo
Im Herbst 2008 waren in China rund 300.000 Säuglinge an mit Melamin verseuchter Babynahrung erkrankt, sechs Babys starben. AP Photo

Peking (apn) Mehr als ein Jahr nach dem Skandal um verseuchte Milchprodukte in China sind im Süden des Landes erneut mit Melamin belastete Lebensmittel aufgetaucht. Die Tiefkühlprodukte stammten von Anfang 2009, teilte die Regierung der Provinz Guizhou am Montag mit. Sie seien in rund einem Dutzend Lebensmittelgeschäften entdeckt worden. Die Gesundheitsbehörden untersuchten nun, warum die verseuchten Lebensmittel nicht längst aus dem Verkehr gezogen worden seien, sagte Regierungssprecherin Ling Hu.

Ein Experte äußerte den Verdacht, dass nach Aufdeckung des Skandals vor einem Jahr zurückgerufene Produkte auf Umwegen wieder auf den Markt gelangt sein könnten. Dies deute auf schwere Mängel bei den behördlichen Kontrollen hin, sagte der frühere Vorsitzende des Molkerei-Verbands der Provinz Guangdou, Wang Dingmian, der englischsprachigen Zeitung „China Daily“.

Im Herbst 2008 waren in China rund 300.000 Säuglinge an mit Melamin verseuchter Babynahrung erkrankt, sechs Babys starben. Die Industriechemikalie Melamin kann die Bildung von Nierensteinen und Nierenversagen verursachen. Sie war in mit Wasser gestreckte Milch gemischt worden, um einen hohen Proteingehalt vorzutäuschen. Wegen des Skandals wurden mehrere Personen hingerichtet. Immer wieder werden aber schwere Versäumnisse bei der Aufklärung der Vorgänge deutlich. So wurde eine in den Skandal verwickelte Molkerei erst Anfang dieses Jahres geschlossen, weil die Behörden die Probleme in dem Unternehmen fast ein Jahr lang geheimgehalten hatten. (AP)

 

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