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Erste Hilfe für Kinder nach Kontakt mit Giftpflanzen

DAPD

04.08.2006

Hamburg - Hochgiftige Pflanzen sehen häufig harmlos aus und sind gerade deshalb für Kinder sehr gefährlich. Engelstrompete, Goldregen, Tollkirsche sowie blauer und gelber Eisenhut sollten am besten außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern wachsen. Bereits zwei Früchte der Tollkirsche sind für sie tödlich, wie die Aktion «Das sichere Haus» warnt. Beim Goldregen sind es drei bis vier Früchte.

Zeigt ein Kind nach dem Verschlucken von Giftpflanzen starke Vergiftungserscheinungen wie heftige Übelkeit oder starke Benommenheit, sollte sofort der Notarzt gerufen oder das Kind in eine Klinik gebracht werden. Zur Information der Ärzte sollten die Eltern ein Stück der Giftpflanze mitnehmen.

Als erste Hilfe empfiehlt die Aktion Medizinkohle, die stets im Medikamentenschrank vorrätig sein sollte. Die Kohle bindet das Gift, das nach drei bis vier Stunden zusammen mit der Kohle wieder ausgeschieden wird. Als Richtschnur kann den Angaben zufolge ein Gramm pro Kilo Körpergewicht dienen. Bei weniger giftigen Pflanzen hilft zudem kohlensäurefreies Wasser, das das Gift verdünnt und es von den Schleimhäuten des Rachens spült.

(AP)

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