Forschung - Aktuelle Nachrichten und Erkenntnisse – Erste Stonehenge-Grabung seit 1944 – Gregory Katz
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Aktuelle Nachrichten – Forschung

Erste Stonehenge-Grabung seit 1944

Gregory Katz

01.04.2008

Ausgrabungen in Stonehenge, England.  (AP Photo/Kirsty Wigglesworth)
Ausgrabungen in Stonehenge, England. (AP Photo/Kirsty Wigglesworth)

London – Britische Archäologen haben einen neuen Anlauf unternommen, um das Rätsel des Nationalheiligtums Stonehenge zu lösen: Wann und warum entstand die prähistorische Anlage in der Ebene von Salisbury? Neue Antworten erhoffen sich die Wissenschaftler von der ersten Ausgrabung im inneren Steinkreis seit 1944, die am Montag begann und bis zum 11. April dauern soll.

Geleitet werden die Grabungen von dem führenden Stonehenge-Experten Timothy Darvill von der Universität Bournemouth und von Geoffrey Wainwright, dem Präsidenten der Antiquarischen Gesellschaft. Gesucht wird nach Objekten, die einen Hinweis auf das Entstehungsdatum der konzentrischen Steinkreise.

Die Historiker wollen auch den 250 Kilometer weiten Weg genauer untersuchen, den die in Stonehenge verwendeten Steine von den Preseli-Bergen in Wales bis zu ihrem Standort bei Amesbury genommen haben. „Die Ausgrabung wird die Ankunft der Blausteine datieren und neue Erkenntnisse über die Gesellschaft erbringen, die ein derart ehrgeiziges Projekt unternommen hat“, sagte Wainwright.

Bislang wird angenommen, dass die Steine um das Jahr 2600 vor Christi aufgestellt wurden. Dabei handelt es sich aber nur um eine grobe Schätzung. Bevor die Steine in ihre Position gebracht wurden, befanden sich vermutlich an gleicher Stelle Pfosten aus Holz, deren Entstehungszeit in das Jahr 3100 vor Christi zurückreicht.

Modernste Grabungstechniken eingesetzt

Darvill will vor allem einer Frage nachgehen: Warum waren die Steine so bedeutsam, dass man sie über eine derart große Entfernung herbeigeschafft hat? Er ist zuversichtlich, dass die Ausgrabung erfolgreich sein wird, weil dabei erstmals modernste Techniken eingesetzt werden. Mit Hilfe der Radiokarbon-Methode sollen Reste der ursprünglichen Blausteine gefunden werden, um die Entstehungszeit genau zu bestimmen.

Stonehenge gehört zur UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Die Anlage wird von zahllosen Touristen aus dem In- und Ausland besucht. Besonders populär ist sie bei Anhängern der New-Age-Szene, die Stonehenge mit der Kultur der Druiden in Verbindung bringen.

http://www.english-heritage.org.uk/server/show/nav.18769 (AP)

 

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