Aktuelle Nachrichten – Sport
09.09.2008
Das moderate Preisniveau stehe im Gegensatz zu den guten Rahmenbedingungen im deutschen Fußball, sagten die Autoren der Studie, Philipp Biermann und Martin Gehring. „Kein anderes Land besitzt Stadien von solcher Qualität und hat derart viele Zuschauer.“ So betrage die Stadionauslastung in Deutschland 86 Prozent – dagegen könnten etwa die italienischen Clubs ihre Stadien nur zu 58 Prozent füllen.
Abgesehen von den Aufsteigern gäben die deutschen Vereine im Schnitt nicht einmal die Inflationsrate an die Zuschauer weiter, hieß es. Die Einnahmen aus dem Verkauf der teureren Business-Plätze glichen die günstigen Preise für Tickets in den niedrigen Preiskategorien aus. Insgesamt werde – im Gegensatz zu anderen Top-Ligen – mehr als die Hälfte der Tickets in Deutschland in günstigen Preissegmenten angeboten. Auch sei die Bundesliga die einzige große Liga, die Stehplätze bereitstelle.
„Würde die Bundesliga nur wenig an ihren Preisen ändern, könnte sie Mehreinnahmen von über 80 Millionen Euro erzielen, ohne die Zuschauerstruktur grundlegend zu verändern“, sagte Biermann. Dies käme nach seinen Worten auch den Fans zu Gute: „Top-Spieler können eingekauft werden. Dadurch können die deutschen Ligen auch sportlich besser in Europa mithalten.“ (AP)
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