Aktuelle Nachrichten – Deutschland
18.09.2011
Foto: BR/ARD/dapd
Freiburg – Zum Abschluss seiner Deutschlandreise besucht Benedikt XVI. am Wochenende als erster Papst in der Geschichte die Erzdiözese Freiburg. dapd-Korrespondent Petr Jerabek sprach mit dem Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch über das Programm des Papstes in Freiburg und mögliche Impulse für die Erzdiözese.
dapd: Herr Erzbischof, warum wurde Freiburg ins Reiseprogramm aufgenommen?
Zollitsch: In der Geschichte des Erzbistums Freiburg war noch nie ein Papst bei uns zu Gast. Schon Johannes Paul II. hatte mir einmal gesagt: "Freiburg, da war ich noch nie." So ist es eine schöne Fügung, dass sein Nachfolger nun zu uns kommt.
dapd: In Berlin liegt der Schwerpunkt auf der Politik, in Erfurt auf der Ökumene. Was bringt die Besuchsstation Freiburg?
Zollitsch: Es sind vor allem die Begegnung mit der Jugend am Samstagabend, aber auch der große Abschlussgottesdienst der Reise - beide Momente werden uns Kraft im Glauben geben. Vor allem freue ich mich auch auf die Rede im Freiburger Konzerthaus. Dort wird sich der Heilige Vater an engagierte Katholiken wenden und zwar jene, die in der Kirche und in der Gesellschaft aktiv sind. Neben der Bundestagsrede in Berlin wird diese Rede in Freiburg so etwas wie der zweite Brennpunkt einer Ellipse sein, der die ganze Reise hinsichtlich der Reden und Predigten des Papstes gleicht und unter dem Leitwort steht: Wo Gott ist, da ist Zukunft!
dapd: Das Programm in Freiburg ist umfangreich: Der Papst trifft Vertreter der Orthodoxie, Seminaristen, Bundesverfassungsrichter. Welche Begegnung halten Sie für besonders wichtig?
Zollitsch: Jede Begegnung hat ihre Bedeutung und jede Begegnung ist wichtig.
dapd: Was erhoffen Sie sich für die Erzdiözese von dem Besuch?
Zollitsch: Für meine Erzdiözese erhoffe ich mir das, was ich für die ganze Reise erhoffe: Ermutigung und Stärkung im Glauben – und das Wort des Papstes: "Ihr seid nicht allein mit Eurem Glauben."
dapd: Wie können sich die Menschen im Erzbistum und darüber hinaus auf die Begegnung mit dem Papst vorbereiten?
Zollitsch: Wir haben im Internet Möglichkeiten der Vorbereitung geschaffen und eine ganze Reihe an Schriften in die Gemeinden geschickt: Gebetshefte, Impulse für den Religionsunterricht wie auch theologische Anregungen. Ich wünsche mir, dass die Menschen im Erzbistum diesen Besuch betend begleiten. Denn aus dem Gebet schöpfen wir Kraft. Und Kraft brauchen wir in den nächsten Tagen.
(dapd)
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