Brüssel - Eine Gruppe von EU-Abgeordneten hofft in den USA Antworten auf Fragen zu vermuteten geheimen Gefängnissen in Europa und zu CIA-Gefangenenflügen zu bekommen. Wie das Europaparlament mitteilte, reisen die 13 Abgeordneten am Montag in die USA, wo sie mit Kongressabgeordneten, Rechtsanwälten und Journalisten zusammenkommen wollen. Zu den Gesprächspartnern sollen auch der frühere CIA-Chef James Woolsey und der Rechtsberater von Außenministerin Condoleezza Rice zählen.
Die Zeitung «Washington Post» hatte im November als erste berichtet, dass die CIA bei Flügen über mehrere europäische Flughäfen Terrorverdächtige transportiert und auch in Geheimgefängnisse gebracht habe, von denen einige in Osteuropa gewesen seien. Dies würde gegen die europäische Menschenrechtskonvention verstoßen. Ein Untersuchungsausschuss des Europaparlaments stellte im vergangenen Monat auf der Grundlage von Daten der europäischen Flugsicherung fest, dass es mehr als 1.000 derartige Flüge gegeben haben soll.
Der Geheimdienst CIA steckt derzeit in einigen Turbulenzen. Erst am Freitag trat der Leiter der Behörde, Porter Goss, nach nur 19 Monaten im Amt zurück.
(AP)
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