Aktuelle Nachrichten – Europa
16.09.2010
Brüssel – Nach zähen Verhandlungen haben sich die EU-Außenminister am Donnerstag auf die Unterzeichnung eines Freihandelsabkommens mit Südkorea mit weitreichenden Folgen für die heimische Autoindustrie geeinigt. Italien hatte auf eine Verschiebung des Inkrafttretens bestanden, damit sich der Autohersteller Fiat besser auf die zunehmende KEonkurrenz aus Seoul vorbereiten kann. Die Bundesregierung fürchtet zwar auch Einbußen für die Autobranche durch steigende Importe aus Asien. Insgesamt wird aber mit einem deutlichen Profit für die Industrie gerechnet.
Das Abkommen, das nun auf einem Südkorea-EU-Gipfel im Oktober offiziell unterzeichnet werden soll, gilt als Auftakt für weitere Freihandelsverträge mit asiatischen Partnern. Es wird erwartet, dass sich das Handelsvolumen um 19 Milliarden Euro erhöhen wird. Am 15. Oktober 2009 wurde es bereits von der EU-Kommission und der Regierung in Seoul paraphiert. Vor dem Inkrafttreten muss nun in einem letzten Schritt das EU-Parlament zustimmen. Unter den Abgeordneten gibt es breite Zustimmung. Allerdings wird noch über Schutzklauseln verhandelt. Sie sollen das Wiedereinziehen von Zollschranken ermöglichen, wenn es in Folge der Marktöffnung zu Importschwemmen in bestimmten Branchen kommt. (dapd)
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