Politik und Konjunktur – EU-Bankenrettung: Staaten sollen Bank-Aktien billiger kaufen können – DAPD
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Angemessene Aufteilung der Kosten EU-Bankenrettung: Staaten sollen Bank-Aktien billiger kaufen können

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23.11.2011

EU-Währungskommissar Joaquin Almunia will Ländern, die sich aktiv an der Bankenrettung beteiligen, Vorteile beim Kauf der Bank-Aktien gewähren.   Foto: AP Photo/Virginia Mayo
EU-Währungskommissar Joaquin Almunia will Ländern, die sich aktiv an der Bankenrettung beteiligen, Vorteile beim Kauf der Bank-Aktien gewähren.

Foto: AP Photo/Virginia Mayo

Hamburg – Die EU-Kommission will einem Zeitungsbericht zufolge die Bankenrettung für Staaten billiger machen. Wenn ein Staat bei einer Bank Anteile kauft, um die Kernkapital-Quote zu erhöhen, soll er die Aktien nach Plänen von Währungskommissar Joaquín Almunia ab Januar 2012 deutlich günstiger erhalten können, wie die "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgabe) berichtet.

Der Abschlag solle über die bei Kapitalerhöhungen üblichen Rabatte von bis zu 30 Prozent hinausgehen und würde voraussichtlich auf Kosten anderer Aktionäre gehen, berichtet das Blatt. Ziel sei laut EU-Kommission "eine angemessene Aufteilung der Kosten zwischen öffentlichem und privatem Sektor".

Bei Rettungsaktionen konnten die Staaten in der Vergangenheit Kompensationen vorher festlegen, etwa durch Gebühren. Wenn sie nun Bankaktien erwerben, sind die Dividenden hingegen ungewiss. Um den Staaten vergleichsweise sichere Einnahmen zu verschaffen, sollen sie die Aktien unter Kursniveau erhalten, wie es in dem Bericht heißt.

Details wolle Almunia noch mit der europäischen Bankenaufsicht EBA besprechen. Am Mittwoch kommender Woche solle die Neuregelung vorgestellt werden.

Die europäischen Banken hätten im Jahr 2010 als Kompensation für Rettungsbeihilfen fast 19 Milliarden Euro an Staaten gezahlt. Die EU-Länder hätten durch die Bankenrettungen hingegen Verluste von 85 Milliarden Euro erlitten. (dapd)

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