Aktuelle Nachrichten – Europa
30.07.2007
Brüssel – Die EU-Kommission verdächtigt den deutschen Energiekonzern E.ON und dessen französischen Konkurrenten Gaz de France unzulässiger Marktabsprachen. Die Brüsseler Behörde leitete am Montag ein Kartellverfahren gegen die beiden Unternehmen ein. Es bestehe der Verdacht, dass die beiden Konkurrenten in einer Art Stillhalteabkommen vereinbart hätten, sich jeweils vom Heimatmarkt des anderen fern zu halten, erklärte die EU-Kommission.
Inspektionen in Niederlassungen der beiden Unternehmen im Mai 2006 hätten Hinweise darauf ergeben, dass E.ON Gaz de France zugesagt haben könnte, kein Erdgas in Frankreich zu verkaufen, erläuterte die Kommission. Umgekehrt habe Gaz de France offenbar versprochen, auf den Verkauf von Erdgas in Deutschland zu verzichten.
Die mutmaßliche Vereinbarung „könnte vor allem Lieferungen von Erdgas über die MEGAL-Pipeline betreffen, die E.ON und Gaz de France gemeinsam gehört“, erklärte die Kommission weiter. Über diese Pipeline werde Erdgas von Tschechien und Österreich aus nach Süddeutschland und Frankreich befördert. (AP)
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