Aktuelle Nachrichten – Europa
08.07.2009
Brüssel – Die EU-Kommission hat gegen die Energieriesen E.ON und Gaz de France Suez eine Kartellstrafe von insgesamt 1,1 Milliarden Euro verhängt. Die beiden Unternehmen hätten die Gasmärkte in Deutschland und Frankreich untereinander aufgeteilt, erklärte die oberste europäische Wettbewerbsbehörde am Mittwoch in Brüssel. Das Bußgeld von 1,106 Milliarden Euro, von dem E.ON und GDF Suez je 553 Millionen Euro zahlen müssen, ist die zweithöchste von der EU-Kommission bislang verhängte Kartellstrafe.
Nach Angaben der Brüsseler Wettbewerbshüter schlossen E.ON und GDF Suez beim Bau der Megal-Pipeline 1975 eine Art Stillhalteabkommen: E.ON habe zugesichert, kein über die Pipeline aus Russland importiertes Gas in Frankreich zu verkaufen. GDF Suez habe sich im Gegenzug vom deutschen Markt fern gehalten. Erst 2005 hätten die beiden Unternehmen diese Vereinbarung aufgegeben, erklärte die Kommission. (AP)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte