Brüssel – Die EU-Kommission hat Deutschland und andere Mitgliedstaaten zum Verbot einer neuen Designer-Droge namens BZP aufgerufen, die in Tablettenform im Internet und so genannten Kräuterläden vertrieben werde. BZP sei bereits in insgesamt 13 EU-Staaten und in Norwegen aufgetaucht, erklärte die Brüsseler Behörde am Dienstag. Das Mittel habe leicht aufputschende Wirkung und werde auf dem illegalen Drogenmarkt zum Teil auch anstelle von Ecstasy verkauft. Die Nebenwirkungen reichten von Kopfschmerzen über Bluthochdruck bis zu Erbrechen und Krampfanfällen.
BZP sei vor Jahren als Medikament gegen Depressionen zugelassen worden, nach Feststellung der Nebenwirkungen aber vom Markt genommen worden, erklärten Kommissionsexperten. Die nunmehr vor allem in Westeuropa beschlagnahmten Tabletten stammten überwiegend aus Indien. In Belgien, Dänemark, Griechenland, Malta, Schweden, den Niederlanden und Spanien sei das Mittel bereits verboten. Die EU-Kommission forderte nun alle Mitgliedstaaten auf, den Besitz von BZP unter Strafe zu stellen und die Kontrollen zu verschärfen. (AP)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
(15.11.2012)
EU-Drogenbeobachtungsstelle warnt vor Verbreitung neuer Drogen
(17.05.2011)
EU verlangt offenbar drastische Verschärfung der Rauchverbote
(28.01.2010)
(23.04.2009)
EU-Kommission will Importverbot für Babynahrung aus China ausweiten
(03.12.2008)
Sucht-Experte rechnet mit Zunahme der Internet-Abhängigkeit
(06.05.2008)
Unionsfraktion stimmt gegen Heroin-Abgabe
(26.11.2007)