Aktuelle Nachrichten – Europa
24.08.2006
Helsinki - Die EU hat von Teheran eine unabhängige Untersuchung des Todes eines oppositionellen Studenten gefordert. Die Europäische Union sei ernsthaft besorgt über die Lage iranischer Menschenrechtsaktivisten, erklärte die finnische EU-Ratspräsidentschaft am Donnerstag.
Der 34 Jahre alte Akbar Mohammadi starb am 31. Juli in einem Teheraner Gefängnis nach einem neuntägigen Hungerstreik, mit dem er gegen unzureichende medizinische Behandlung eines Rückenmarkleidens protestierte. Die Umstände seines Todes seien unklar, erklärte die EU. Man frage sich, ob Mohammadi während seines Hungerstreiks medizinisch angemessen behandelt worden sei.
Der Student war 1999 wegen Beteiligung an Anti-Regierungs-Protesten festgenommen und zunächst zum Tode verurteilt worden. Später wurde die Strafe auf 15 Jahre Haft abgemildert. Er starb nach Angaben einer iranischen Menschenrechtsgruppe nach einem Herzschlag. Die Verwaltung des Evin-Gefängnisses in Teheran hatte erklärt, Mohammadi sei medizinisch angemessen behandelt worden. Die EU unterstrich, Berichten zufolge habe Mohammadi keinen fairen Prozess gehabt und sei nicht korrekt behandelt worden.
(AP)
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