Aktuelle Nachrichten – Europa
30.06.2008
Zürich/Bern – Bereits wenige Stunden nach dem Schlusspfiff der EURO 08 haben in den Schweizer Städten die Abbauarbeiten begonnen. Zuvor wurde in den Fanzonen aber nochmal kräftig gefeiert. Insgesamt fieberten während der EURO mehrere Millionen Menschen auf den Strassen der Host Cities mit. Die Bilanz fällt durchwegs positiv aus.
Nach dem 21-tägigen Fussballfest kehrte am Montag bereits wieder der Alltag ein. Die Abbauarbeiten in den Basler Fanzonen begannen bereits in der Nacht und auch in den Berner Strassen waren die EURO-08-Fahnen am Morgen schon verschwunden.
Vorher war aber noch einmal kräftig gefeiert und mitgefiebert worden. Der spannende Final zwischen Deutschland und Spanien hatte in der Schweiz noch einmal mehrere Tausend Menschen in die Fanzonen gelockt. Gefeiert wurde bis in die Morgenstunden, in Zürich war sogar eine Freinacht ausgerufen worden. Grössere Zwischenfälle blieben auch in der vergangenen Nacht aus.
Rund 30.000 bis 40.000 Menschen mehrheitlich aus der Region verfolgten die letzte Partie der EURO 08 in den Basler Fanzonen. Mehrere Tausend Fans waren aber auch aus dem benachbarten Deutschland angereist um ihr Team aus der Ferne lautstark zu unterstützen. Insgesamt hatten im Juni über eine Million Fussballbegeisterte die Spiele in den Public-Viewing-Fanzonen, entlang dem Fanboulevard oder im Station St. Jakob-Park in Basel verfolgt. Der bikantonale Lenkungssausschuss und die Projektleitung Basel zogen eine positive Bilanz. Die Atmosphäre sei immer friedlich gewesen, hiess es.
Zufrieden zeigten sich auch die Verantwortlichen in Zürich. Dank den sorgfältigen Vorbereitungen und dem flexibel gestalteten Einsatzdispositiv sei es gelungen, für einen weitgehend fröhlichen und friedlichen Grossanlass zu sorgen, bei dem der Sport im Zentrum gestanden sei. Zwar habe sich die Zahl der Einsätze der Stadtpolizei sowie der Schutz- und Rettungsverantwortlichen wegen der höheren Besucherzahl in der zweiten Hälfte der EURO 08 erhöht, eigentliche Randale oder Massenschlägereien zwischen Fangruppen seien aber ausgeblieben. Streitereien oder tätliche Auseinandersetzungen zwischen Einzelpersonen oder kleineren Gruppen seien häufigste Gründe für Polizeieinsätze gewesen. Gefährliche Situationen seien aber insbesondere dann entstanden, wenn Fahrzeuglenker inmitten von Menschenansammlungen die Räder ihrer Autos an Ort durchdrehen liessen. Insgesamt wurden 616 Menschen verhaftet, 478 davon wurden gleichentags wieder auf freien Fuss gesetzt. 993 Menschen mussten medizinisch betreut werden.
Grössere Zwischenfälle blieben am letzten Spieltag auch in Bern aus, wo rund 45.000 Menschen bei regnerischem Wetter das Final in der Fanzone verfolgten. Auf grosses Interesse waren zuvor auch die Konzerte gestossen. So wurden am vergangenen Samstag 70.000 Besucher registriert, am Freitag waren es 40.000 gewesen.
In Genf besuchten insgesamt 626.000 im Juni die Fanzone, alleine 40.000 davon während des Finalspiels. Grösste Überraschung sei aber das grosse Interesse am Fan Club gewesen, wo insgesamt 38.000 Menschen feierten. 54 Menschen wurden von der Polizei überprüft, 87 Personen mussten ihren Rausch in einer Zelle ausschlafen. Im Waadtland meldeten die fünf grössten Public-Viewing-Zonen insgesamt 217.000 Besucher. (AP)
Schweiz als einzige grosse Fussball-Festmeile
(15.06.2008)
Schweiz erlebte emotionale Fussball-Nacht
(14.06.2008)