Aktuelle Nachrichten – Wirtschaft
07.06.2006
Luxemburg - Die Finanzminister der Eurozone haben sich besorgt über die hohe Inflation im Dienstleistungssektor geäußert. Der Präsident der Eurogruppe, der Luxemburger Regierungschef und Finanzminister Jean-Claude Juncker, bezeichnete die Preisentwicklung nach einem Treffen der Ressortchefs am Dienstagabend in Luxemburg als «ein echtes Problem». EU-Wirtschafts- und Finanzkommissar Joaquín Almunia betonte aber, dass die Kerninflation im Euroraum weitgehend unter Kontrolle bleibe.
Im Mai habe die Preissteigerung bei 2,5 Prozent gelegen, sagte Almunia. Die hohe Inflation im Dienstleistungssektor führte der Kommissar darauf zurück, dass der Wettbewerb in diesem Bereich nach wie vor nur wenig ausgeprägt sei. Er nannte in diesem Zusammenhang vor allem die Energiebranche und Finanzdienstleistungen. Der Europa-Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF), Michael Deppler, hatte bei dem Treffen zuvor betont, dass der Fonds von 2007 an mit einer sinkenden Inflationsrate in der Eurozone rechne. Deshalb seien die Voraussetzungen für größere Zinsschritte nicht mehr gegeben.
(AP)
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