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Europäer erwarten Start des Weltraumlabors „Columbus“

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06.12.2007

Space shuttle Atlantis wartet auf den Start ins Weltall  in Cape Canaveral. (AP Photo/Florida Today, Craig Rubadoux)
Space shuttle Atlantis wartet auf den Start ins Weltall in Cape Canaveral. (AP Photo/Florida Today, Craig Rubadoux)

Cape Canaveral – Mehrere hundert Europäer haben am Donnerstag mit Spannung in Cape Canaveral auf den Start des Weltraumlabors „Columbus“ ins All gewartet. Es fliegt im Frachtraum der US-Raumfähre „Atlantis“ zur Internationalen Raumstation (ISS). Die NASA erwartete für den Start um 22.31 Uhr MEZ ein nahezu perfektes Wetter. Zu den sieben Besatzungsmitgliedern der Raumfähre „Atlantis“ gehört auch der deutsche ESA-Astronaut Hans Schlegel.

„Columbus“ ist „unser Baby, unser Modul, unser Labor“, sagte Alan Thirkettle, der bei der Europäischen Raumfahrtbehörde (ESA) für die ISS zuständig ist. In Europa wurde seit fast einem Vierteljahrhundert an dem 1,36 Milliarden Euro teuren Labor gearbeitet. „Columbus“ sei der „bislang größte Beitrag für die europäische Raumfahrt“, sagte Schlegel im ZDF-“Morgenmagazin“.

Schlegel wird im All vor allem für den Anschluss des Labors an die ISS zuständig sein. Die wissenschaftlichen Arbeiten sollen praktisch sofort beginnen. Versuche in der Schwerelosigkeit des Alls seien von großem Nutzen, sagte Klaus Wittmann, der Leiter Raumflugbetrieb beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im „Morgenmagazin“. „Wir können dort Medikamente entwickeln und versuchen, Pflanzenschutzmittel weniger umweltschädlich zu machen.“ Überwacht wird „Columbus“ von Deutschland aus, vom DLR-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen.

„Columbus“ ist bereits das zweite Labor in der ISS. Seit 2001 ist schon „Destiny“ angeschlossen, das von der NASA betrieben wird. Nachdem im Oktober das europäische Verbindungsmodul „Harmony“ zur ISS gebracht wurde, ist „Columbus“ nur ein weiterer Zwischenschritt zu einer stärkeren Repräsentanz der Europäer im All. Im Februar oder März soll mit „Jules Verne“ das erste europäische Frachtraumschiff ins All starten. (AP)

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