Aktuelle Nachrichten Europa – Europas Stabilität und Frieden soll eine Chance für die Welt sein – DAPD
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Aktuelle Nachrichten – Europa

Treffen in Rapperswil Europas Stabilität und Frieden soll eine Chance für die Welt sein

DAPD

25.11.2008

Staatspräsidenten-Treffen in Rapperswil/Schweiz. (AP Photo Keystone/ Steffen Schmidt)
Staatspräsidenten-Treffen in Rapperswil/Schweiz. (AP Photo Keystone/ Steffen Schmidt)

Rapperswil – Die Staatsoberhäupter der Schweiz, Deutschlands, Österreichs und des Fürstentums Liechtenstein wollen der Weltfinanzkrise und ihren Auswirkungen gemeinsam gegenübertreten. Dies hiess es nach dem Jahrestreffen am Dienstag im st. gallischen Rapperswil.

Bundespräsident Pascal Couchepin sagte vor den Medien, dass in dieser Situation der globalen Verunsicherung Europa dank Stabilität und Frieden eine Chance für die Welt sei. Beim Treffen der vier Staatsoberhäupter habe die Finanzkrise und ihre Auswirkungen auf die reale Wirtschaft im Vordergrund gestanden. Die Perspektiven für die Zukunft seien schlecht. Man habe jedoch den gemeinsamen Willen, in dieser Situation kollektiv zu handeln, die Ursachen der internationalen Krise zu analysieren und gemeinsam Schlussfolgerungen für die Zukunft daraus zu ziehen.

Der Präsident der Bundesrepublik Deutschland, Horst Köhler, strich heraus, dass es richtig gewesen sei, dass die Regierungen der vier Nachbarländer auf die Finanzkrise kraftvoll reagiert hätten. Darüber sei man sich einig. Für die Realwirtschaft seien die Konsequenzen erst jetzt zu spüren. Der sich anbahnenden globalen Rezession könne nur ein globales Wachstum gegenübergestellt werden. Es gelte unter allen Umständen eine Welt-Rezession zu verhindern. Köhler sagte weiter, dass jetzt für die Finanzmärkte eine staatliche Ordnung definiert und durchgesetzt werden müsse. Die Krise sei auch eine echte Chance, Armut und Klimawandel in die Diskussion einzubringen und in dieser Hinsicht die internationale Zusammenarbeit zu verstärken. „Die Weltgemeinschaft muss sich vertiefen und zu einem gemeinsamen Ethos des Vertrauens finden“, sagte der deutsche Bundespräsident.

Laut dem österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer haben sich in der Finanzkrise die Zusammenarbeit in den politischen Gremien der EU sowie der Euro bislang sehr bewährt. Fischer sprach auch die politische Situation auf dem westlichen Balkan an und äusserte sich zufrieden über die Eulex-Mission, die für den Kosovo friedliche, stabile und gerechte Verhältnisse schaffen wolle. Erbprinz Alois von Liechtenstein strich heraus, dass das Fürstentum als Finanzplatz alle vertrauensbildenden Massnahmen unterstütze, welche sich durch den Steuerstreit mit Deutschland aufdrängten. Zum nächsten Treffen der Staatsoberhäupter der Schweiz, Deutschlands, Österreichs und Liechtensteins im Jahr 2009 hat Österreichs Bundespräsident Fischer in sein Land eingeladen. (AP)

 

 

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