Aktuelle Nachrichten – Kultur
17.12.2012
Foto: dapd
Berlin – Der ehemalige Kulturstaatsminister Michael Naumann (SPD) soll einem Bericht zufolge im Konflikt um den Suhrkamp Verlag vermitteln. Die Familienstiftung habe Naumann als Mediator bestellt, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Dienstagausgabe).
Dem Mitgesellschafter des Verlages, Hans Barlach, liege seit dem vergangenen Samstag ein Gesprächsangebot der Familienstiftung und der Geschäftsführung vor. Dieses ziele darauf ab, "die bestehenden Konflikte der Gesellschafter des Suhrkamp Verlages zu lösen", hieß es unter Berufung auf den Verlag weiter.
Nach der Einschätzung Naumanns bestehen "Missverständnisse auf beiden Seiten". Er wolle den Verlag erhalten: "Niemand will, dass der Verlag liquidiert wird, wie es das Gesellschaftsrecht vorsieht", sagte er der "FAZ". Bislang hat Barlach der Zeitung zufolge nicht auf das Gesprächsangebot reagiert. Er hält mit seiner Medienholding Winterthur 39 Prozent des Verlages und führt mehrere Prozesse gegen den Mehrheitsgesellschafter, die durch Ulla Unseld-Berkéwicz vertretene Familienstiftung. Kürzlich erreichte Barlach, dass Unseld-Berkéwicz durch einen Gerichtsbeschluss als Geschäftsführerin des Verlags abberufen wurde.
dapd
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