Aktuelle Nachrichten – Deutschland
27.11.2012
Foto: dapd/Torsten Silz
Koblenz – Der frühere rheinland-pfälzische Justizminister Heinz Georg Bamberger (SPD) hat den Ex-Finanzminister und Angeklagten Ingolf Deubel (ebenfalls SPD) im Nürburgring-Prozess in Schutz genommen. "Es bestand kein Zweifel, dass er weder dem Land noch der Nürburgring GmbH einen Schaden zufügen wollte", sagte Bamberger am Dienstag im Zeugenstand vor dem Koblenzer Landgericht. Deubel habe den Ministerpräsidenten und die übrigen Minister immer umfassend über die geplante Ring-Finanzierung auf dem Laufenden gehalten. Deubel habe aber bei dem Projekt "rückblickend seinen Geschäftspartnern vielleicht zu lange vertraut", sagte Bamberger.
Vor gut drei Jahren scheiterte die geplante Privatfinanzierung des Ring-Ausbaus spektakulär wegen geplatzter Schecks. Letztlich trug das Land die Kosten der Erlebniswelt am Ring von 330 Millionen Euro. Deubel und weitere Angeklagte müssen sich unter anderem wegen Untreuevorwürfen verantworten. Am Dienstag sollte auch Ex-Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) als Zeuge in dem Prozess aussagen.
dapd
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
Kabinett erlaubt öffentliche Aussage von Beck im Nürburgring-Prozess
(20.11.2012)
Beck und Dreyer müssen im Nürburgring-Prozess in den Zeugenstand
(06.11.2012)
Kurt Beck und Malu Dreyer müssen im Nürburgring-Prozess aussagen
(06.11.2012)
Professor Deubel kommt zum Ende
(24.10.2012)
Nürburgring-Prozess gleich zu Beginn verzögert
(16.10.2012)
Strenge Schutzregeln für Persönlichkeiten im Nürburgring-Prozess
(16.10.2012)
Prozess um Nürburgring-Affäre verzögert sich
(16.10.2012)