Umwelt – Experten beklagen fehlende sanitäre Einrichtungen – DAPD
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Wasserversorgung kritisch in Istanbul Experten beklagen fehlende sanitäre Einrichtungen

DAPD

20.03.2009

Zahl der Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser nach Weltregionen. (AP Photo/Quelle: UNICEF)
Zahl der Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser nach Weltregionen. (AP Photo/Quelle: UNICEF)

Istanbul – Experten haben auf dem internationalen Wasserforum in Istanbul vor der Ausbreitung von Krankheiten als Folge mangelnder sanitärer Einrichtungen vor allem in den armen Ländern gewarnt. Nach Angaben der Vereinten Nationen haben 2,5 Milliarden Menschen in der Welt keinen Zugang zu angemessenen sanitären Einrichtungen. Das Problem werde weltweit noch viel zu wenig beachtet, bemängelte am Freitag David Trouba vom Internationalen Rat zur Zusammenarbeit für Wasserversorgung und Sanitärwesen (WSSCC).

Nach Schätzung des mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verbundenen WSSCC verrichten etwa 1,2 Milliarden Menschen, davon mehr als die Hälfte in Indien, ihre Notdurft im Freien. Dies fördere die Ausbreitung von Krankheiten, da Bakterien leicht von Fliegen oder auf andere Art auf den Menschen übertragen würden.

Die Investitionen in Sanitäranlagen machten weltweit kaum mehr als 0,3 Prozent des weltweiten Bruttosozialprodukts aus, kritisierte der Weltwasserrat, der die noch bis Sonntag dauernde Konferenz in Istanbul organisiert hat. Dabei seien Latrinen und Abwasserrohre relativ billig und besonders wichtig zur Verhinderung von Krankheiten, erklärte der Weltwasserrat.

An dem einwöchigen Treffen in der Türkei nehmen tausende Umweltaktivsten, Forscher, Politiker und Unternehmer teil. Der Weltwasserrat hat seinen Sitz in Marseilles. Er wurde gegründet, um Ideen zu sicheren Wasserversorgung auszutauschen. Zu seinen Mitgliedern gehören die Weltbank, das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und das US-Pionierkorps. (AP)

 

 

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