Aktuelle Nachrichten – Europa
19.05.2012
Foto: AP Photo/Max Frigione
Rom – Die Explosion eines Sprengsatzes vor einer Berufsschule in der süditalienischen Hafenstadt Brindisi hat am Samstag eine Schülerin das Leben gekostet. Sieben weitere Schüler wurden nach Behördenangaben verletzt. Die Schule, vor der sich die Explosion ereignete, ist nach einem getöteten Staatsanwalt benannt, der sich gegen die Mafia einsetzte.
Der Sprengsatz explodierte den Angaben zufolge am Samstagmorgen, als die Schüler an der Schule in Brindisi zum Unterricht eintrafen. Wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtete, wurde der Sprengsatz auf einer niedrigen Mauer nahe der Schule platziert. Zuvor hatten die Behörden erklärt, der Sprengsatz sei in einer Mülltonne vor der Schule versteckt gewesen.
Die Berufsschule trägt den Namen des getötet Staatsanwalts Giovanni Falcone und dessen Frau. Das Paar kam an diesem Wochenende vor genau 20 Jahren bei einem Anschlag der Mafia in Sizilien ums Leben. Ob der Anschlag am Samstag mit organisierter Kriminalität zusammenhing, war unklar. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand.
Erst vor wenigen Tagen hatte die italienische Regierung angekündigt, die Sicherheitsmaßnahmen landesweit zu verstärken. Hintergrund war ein Anschlag auf den Manager einer Atomfirma sowie eine Reihe an die Finanzbehörden adressierte Briefbomben. Zu den Anschlägen hatten sich Anarchisten bekannt.
Bei dem am Samstag getöteten Opfer soll es sich nach einem Bericht des Fernsehsenders Sky TG24 um ein 16-jähriges Mädchen handeln. Die Schülerin sei im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen, sagte ein Beamter des örtlichen Zivilschutzes, Fabiano Amati.
(dapd)
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