Manila – Die Zahl der in extremer Armut lebenden Menschen im asiatisch-pazifischen Raum wird sich nach Erwartungen der UN bis zum Jahr 2015 halbieren. Damit werde eines der wichtigsten Millennium-Entwicklungsziele zur Reduzierung der weltweiten Armut erreicht, hieß es in einem in Manila vorgestellten gemeinsamen Bericht der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) und der Vereinten Nationen.
Die Region, in der etwa 60 Prozent der Weltbevölkerung leben, zählte 1990 noch über eine Milliarde Menschen, die von weniger als einem Dollar (0,70 Euro) am Tag leben mussten. Derzeit sind es dem auf den Philippinen vorgestellten Bericht zufolge noch etwa 641 Millionen Menschen. China habe seit 1990 sehr große Fortschritte gemacht, andere Staaten wie beispielsweise Indien, Bangladesch und Sri Lanka blieben aber hinter den Vorgaben zurück. Das Ziel der universellen Grundschulausbildung für Kinder könne bis 2015 in der Region ebenso erreicht werden wie die geschlechtliche Ausgewogenheit in Schulen, erklärten die Experten.
Eine Senkung der Kindersterblichkeitsrate, allgemeiner Zugang zu sauberem Trinkwasser und eine Verbesserung der hygienischen Bedingungen in Asien würden jedoch bis 2015 nur teilweise erreicht. Nur etwa die Hälfte der 55 Entwicklungsländer der Region lieferten den UN-Organisationen ausreichendes Datenmaterial für den Bericht. Die Millennium-Entwicklungsziele wurden auf einem UN-Gipfeltreffen 2000 beschlossen. (AP)
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