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Exvizepräsident von Südafrika wegen Korruption vor Gericht

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12.11.2005

Der enthobene Vizepräsident Jacob Zuma, Mitte, begrüsst Anhänger, beim Verlassen des Gerichtsgebäudes, Samstag, 12. Nov 2005. Er wird von Tausenden von Unterstützern bejubelt und durch eine ganze Anzahl Bodyguards beschützt. (AP Photo)
Der enthobene Vizepräsident Jacob Zuma, Mitte, begrüsst Anhänger, beim Verlassen des Gerichtsgebäudes, Samstag, 12. Nov 2005. Er wird von Tausenden von Unterstützern bejubelt und durch eine ganze Anzahl Bodyguards beschützt. (AP Photo)

Durban - Der seines Amtes enthobene südafrikanische Vizepräsident Jacob Zuma ist formell der Korruption beschuldigt worden. Ein Richter in Durban übergab Zuma am Samstag die umfangreiche Anklageschrift. Die Vorwürfe entspringen einem Prozess gegen Zumas früheren Finanzberater Schabir Shaik, der wegen Betrugs und Korruption zu 15 Jahren Haft verurteilt wurde. Shaik zahlte demnach insgesamt 1,2 Millionen Rand (150.000 Euro) an Zuma, um diesem nach der Rückkehr aus dem Exil Anfang der 90er Jahre einen extravaganten Lebensstil zu ermöglichen.

Zuma soll von Shaiks Bemühungen gewusst haben, jährliche Zahlungen von 500.000 Rand an den ehemaligen stellvertretenden Präsidenten des französischen Rüstungsunternehmens Thint Holdings in die Wege zu leiten, um von Korruptionsermittlungen wegen eines Waffengeschäfts mit der südafrikanischen Regierung 1999 abzulenken. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte, die Ermittlungen gegen Zuma dauerten an. Bis zum Prozessbeginn am 31. Juli könnten sich Einzelheiten der Anklage daher auch noch ändern. Der Exvizepräsident hat wiederholt seine Unschuld beteuert.

Während der kurzen Anhörung am Samstag demonstrierten mehrere tausend Anhänger Zumas vor dem Gerichtsgebäude. Zuma ist bei der Basis des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) weiterhin ungemein populär. Der 63-Jährige wurde im Juni als Vizepräsident entlassen, steht aber in der ANC-Führung weiterhin an zweiter Stelle.

Der Skandal hat die Regierungspartei in zwei Lager gespalten. Vor allem bei der Gewerkschaft und linksgerichteten Parteimitgliedern genießt Zuma große Unterstützung. Sie glauben, dass er das Opfer einer Verschwörung seitens der Parteielite sei, die verhindern wolle, dass er nach Ablauf der Amtszeit von Präsident Thabo Mbeki 2009 dessen Posten übernehme. (AP)

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