Aktuelle Nachrichten – International
10.01.2013
Foto: über dts Nachrichtenagentur
Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, sieht weiterhin große Gefahren durch die Schuldenkrise im Euroraum. "Es ist zu früh, einen Erfolg auszurufen", sagte der oberste Währungshüter Europas am Donnerstag in Frankfurt. Zwar seien im vergangenen Jahr viele Fortschritte erzielt worden, allerdings sei der Zeitpunkt für einen Ausstieg aus der Krisenpolitik für die EZB noch nicht gekommen.
"Wir denken jetzt nicht über einen Exit nach." Draghi zufolge sei es zur Überwindung der Krise notwendig, europäische Banken zu stärken und die Reformanstrengungen in den Euroländern fortzusetzen. Zugleich betonte der EZB-Präsident, dass sich die Lage an den Finanzmärkten entscheidend verbessert habe: Die Krisenländer könnten sich zu günstigeren Konditionen am Anleihemarkt finanzieren, so Draghi. Zudem sei die Abhängigkeit der Banken vom Zentralbankgeld spürbar gesunken. Allerdings seien diese Verbesserungen noch nicht in der Realwirtschaft angekommen, erklärte der EZB-Präsident. Die Zentralbank erwartet für den Anfang des neuen Jahres, dass sich die Rezession im Euroraum fortsetzt. Die Konjunktur werde sich erst im weiteren Jahresverlauf erholen, prognostizierte Draghi.
(dts Nachrichtenagentur)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
Schäuble: Sparer-Beteiligung in Zypern Vorbild für ähnliche Krisen
(20.04.2013)
SPD-Politiker Poß: Freibeträge für Kleinanleger in Zypern prüfen
(17.03.2013)
Euro-Länder verständigen sich auf Zypern-Rettung
(16.03.2013)
FDP-Finanzexperte bringt Euro-Austritt Italiens ins Spiel
(27.02.2013)
Zyperns neuer Präsident will schnelle Einigung auf Hilfe
(25.02.2013)
Zypern weist Vorwurf der Geldwäsche zurück
(11.02.2013)
Experten warnen: Direkte Bankenhilfe schmälert ESM-Ausleihvolumen
(17.01.2013)