Menschen & Meinungen – Fachkräftemangel kostet über 18 Milliarden Euro – DAPD
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Fachkräftemangel kostet über 18 Milliarden Euro

DAPD

22.10.2007

Berlin – Der Fachkräftemangel kostet die deutsche Volkswirtschaft jährlich rund 18,5 Milliarden Euro. Das zeigt eine am Montag veröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (iw) im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums. Demnach herrscht ein gravierender Mangel an Akademikern aus Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften sowie an Technikern. Es gebe aber keinen generellen Mangel an Hochqualifizierten, hieß es.

Die Engpässe konzentrieren sich laut einer Mitteilung des Ministeriums auf Branchen, die für die technologische Leistungsfähigkeit Deutschlands wichtig sind – nämlich unternehmensnahe Dienstleistungen, Maschinenbau, Metall- und Elektroindustrie sowie Fahrzeugbau.

„Die Zahl der definitiv nicht besetzbaren Stellen von über 165.000 sowie jene der nur verzögert besetzbaren Stellen von knapp 65.000 unterstreicht, dass eine kurzfristige Schließung dieser Kräftelücke aus dem bestehenden Potenzial nicht realistisch ist“, erklärte das Ministerium. Staatssekretär Walther Otremba meinte, es brauche ein gleichgerichtetes Handeln von Bund, Ländern und Wirtschaft. Kurzfristig wirken könne etwa die bessere Ausschöpfung des hiesigen Potenzials an Erwerbspersonen.

Wegen der alternden Bevölkerung dürften die Schwierigkeiten der Unternehmen bei der Stellenbesetzung wachsen: Schon heute stehen 970.000 Schulabgängern nur rund 800.000 Erstklässler gegenüber. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Martin Wansleben, erklärte, es gelte erstens, die Beschäftigungsquoten von Älteren und qualifizierten Eltern weiter anzuheben. „Zweitens müssen wir unsere Kraftanstrengungen im Aus-und Weiterbildungsbereich intensivieren – der Ausbildungspakt ist hier ein erfolgreicher Einstieg. Drittens ist es unerlässlich, den Arbeitsmarkt für qualifizierte Ausländer stärker als bisher zu öffnen.“ (AP)

 

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