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Lage weiterhin angespannt Fast 60 Vermisste nach Springflut in Australien

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11.01.2011

Brisbane – Die Lage im australischen Hochwassergebiet wird immer dramatischer. Nach einer Springflut in der Kleinstadt Toowoomba suchten Rettungskräfte nach fast 60 Vermissten, die Zahl der Todesopfer stieg auf neun. Am Dienstag wappnete sich auch die Stadt Brisbane für die anrückenden Wassermassen.

"Die Menschen in Queensland sind in einer schrecklichen Lage und weitere Überschwemmungen werden kommen", sagte die australische Ministerpräsidentin Julia Gillard im australischen Fernsehen. Sie sei schockiert über die Springflut in Toowoomba. Die Ministerpräsidentin des Staates Queensland, Anna Bligh, sagte, unter den neun Todesopfern dort seien mindestens vier Kinder. Die Rettungskräfte befürchteten das Schlimmste für mindestens 15 der Vermissten.

In Toowoomba hatte eine meterhohe Flutwelle am Montag Autos mit sich gerissen und ganze Häuser aus den Fundamenten gehoben. Der Polizeichef Bob Atkinson sprach von einem Tsunami an Land. Gewitter und neue Regenfälle behinderten die Rettungsarbeiten. Das Wasser floss weiter durch das Lockyer-Tal, tausende Menschen mussten aus Sicherheitsgründen ihre Häuser verlassen. Der kleine Ort Forest Hill mit 300 Einwohnern wurde vollständig geräumt.

Damm musste geöffnet werden

Der Bürgermeister von Brisbane, Campbell Newman, sagte, man rechne damit, dass in den kommenden Tagen wohl 6.500 Grundstücke rund einen Meter hoch unter Wasser stehen werden. Betroffen wären dann etwa 15.000 Menschen. Der Scheitelpunkt der Flut wurde für Donnerstag erwartet. Dann sollte das Wasser auch die Innenstadt von Brisbane erreichen.

Die Stadt wird eigentlich von einem Damm geschützt, der nach einem Hochwasser 1974 gebaut wurde. Allerdings war das Reservoir voll, sodass den Behörden keine andere Wahl blieb, als Wasser abzulassen, wie Newman erklärte.

Das Hochwasser erreichte am Dienstag auch den Staat New South Wales, der an Queensland grenzt. Mehrere Ortschaften im Norden des Staates waren auf dem Landweg nicht mehr zu erreichen. Betroffen waren rund 4.500 Menschen. Die Lage war allerdings nicht so schlimm wie in Queensland.

Meteorologen warnten vor weiteren Springfluten. Für die Region wurden erneut heftiger Regen und Gewitter vorausgesagt.

(dapd)

 

 

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