Venedig – Mit der Komödie „Soul Kitchen“ hat der deutsche Erfolgsregisseur Fatih Akin am Donnerstag auf den Internationalen Filmfestspielen in Venedig Premiere gefeiert. Der Streifen im Wettbewerb um den Goldenen Löwen verkörpert eine Abkehr vom bisher ernsteren Ton der Werke Akins wie „Auf der anderen Seite“ und „Gegen die Wand“, mit denen der Filmemacher türkischer Abstammung bereits auf der Berlinale und in Cannes abräumte.
„Soul Kitchen“ siedelte der Hamburger Akin in einem Restaurant gleichen Namens in seiner Heimatstadt an. Obwohl das Essen dort keine Offenbarung ist, halten die Gäste loyal zum griechisch-deutschen Küchenchef Zinos (Adam Bousdoukos). Der wiederum hält seine Kneipe nur lustlos am Leben und heuert schließlich einen neuen Koch an, während er sich ins Ausland absetzen will. Mit dem neuen Image gerät „Soul Kitchen“ aber in einen Strudel von Turbulenzen. Mit dabei sind neben Bousdoukos auch die Schauspieler Moritz Bleibtreu und Birol Ünel, die bereits früher in Akin-Filmen zu sehen waren.
Akin selbst hat mit Blick auf seine erste Heimatkomödie erklärt, er wolle experimentieren. Er finde Regisseure langweilig, die immer einem Stil treu blieben. „Soul Kitchen“ soll noch in diesem Jahr in die deutschen Kinos kommen. (AP)
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