Foto: Laurence Griffiths/Bongarts/Getty Images)
London – Trotz einer Niederlage beim FC Arsenal kann der deutsche Fußball-Meister Borussia Dortmund noch auf den Einzug ins Achtelfinale hoffen. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp kassierte nach frühen personellen Rückschlägen am Mittwochabend eine 1:2 (0:0)-Niederlage beim FC Arsenal und muss nun im letzten Spiel in der Gruppe F am 6. Dezember Olympique Marseille mit vier Toren Unterschied besiegen und gleichzeitig auf einen Sieg des FC Arsenal bei Olympiakos Piräus hoffen. Robin van Persie (49., 86.) erzielte die Treffer für Arsenal, Shinji Kagawa besorgte in der Nachspielzeit den Anschlusstreffer.
Es war nach dem 0:3 bei Olympique Marseille und dem 1:3 bei Olympiakos Piräus die dritte Auswärtsniederlage. Sollte Dortmund am letzten Spieltag verlieren, hätte der Klub als Vierter sogar die Europa League verfehlt.
Der BVB musste im 58. Spiel in der Königsklasse frühzeitig die Nationalspieler Mario Götze und Sven Bender ersetzen. Götze (29.) schied nach einem Zusammenprall mit Arsenals Alex Song wegen Problemen am rechten Knie aus. Bender (25.) erwischte es noch schwerer, der Mittelfeldspieler wurde nach einem Zusammenstoß mit Thomas Vermaelen in ein Krankenhaus gebracht. Sein Kiefer war verschoben. Die Startelf vom 1:0-Coup beim FC Bayern München war damit früh gesprengt, die eingewechselten Moritz Leitner und Ivan Perisic fügten sich aber gut ein.
Mit dem Selbstvertrauen aus der jüngsten Erfolgsserie traten die Gäste auch im Arsenal Stadium auf. Nach nur 29 Sekunden kam Robert Lewandowski gegen Arsenal-Keeper und Nationalmannschaftskollege Wojciech Szczesny ein paar Schritte zu spät, Kagawa und Götze hatten geschickt vorbereitet. Dortmund spielte vor den mitgereisten 6.000 bis 10.000 BVB-Fans ähnlich geschickt wie in München, kam aber auch in der Offensive vielversprechend zum Zuge. Kagawa (5.) und Lewandowski (6.) sorgten für Gefahr. Arsenal tat sich sichtlich schwer und kam nur dann zu ansprechenden Szenen, wenn eine schnelle Kombination erfolgte. In der 21. Minute stand Theo Walcott nach einem Steilpass alleine vor BVB-Keeper Roman Weidenfeller, der aber glänzend aufpasste.
Dortmund machte unbeirrt weiter, Lewandowski scheiterte mit einem Gewaltschuss aus 30 Metern nur knapp, Marcel Schmelzer versuchte es einmal volley aus 16 Metern. Und Weidenfeller war bei einer Flanke von Walcott schneller als Robin van Persie.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit gingen die Gäste munter drauf los und hatten riesige Möglichkeiten. Zunächst verpasste Leitner eine Flanke von Lukas Piszczek nur knapp (46.), dann scheiterte Kagawa nach Doppelpass mit Lewandowski an Szczesny (48.). Im Gegenzug dann der erste kapitale Fehler der Dortmunder. Piszczek und Kapitän Kehl ließen sich an der Eckfahne von Song düpieren, dessen Flanke van Persie per Kopf zur Führung nutzte. Van Persie war es später erneut, der nach einer Ecke die 2:0-Vorentscheidung besorgte. In der Nachspielzeit gelang Kagawa noch der Anschlusstreffer. (dapd)
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