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Festival Ostrale will Dresden für zeitgenössische Kultur öffnen

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17.09.2012

Andrea Hilger - Festival Ostrale will Dresden für zeitgenössische Kultur öffnen Foto: dapd/Matthias Rietschel
Andrea Hilger - Festival Ostrale will Dresden für zeitgenössische Kultur öffnen

Foto: dapd/Matthias Rietschel

Dresden – Trotz positiver Bilanz für das zeitgenössische Kunstfestival Ostrale in Dresden ist die Leiterin Andrea Hilger mit dem Zuspruch noch nicht zufrieden. Sie wirft der Stadt vor, nicht genug dafür zu tun. "Das Publikum, das sich nur für zeitgenössische Kultur interessiert, kommt noch nicht nach Dresden", sagte Hilger in einem dapd-Interview. Sie will die Barockstadt auch zu einem Zentrum für moderne Kunst machen. Nach Angaben der Leiterin zählte das Festival in diesem Jahr 17.500 Besucher, 2011 waren es noch 17.000. Das Festival ging am Sonntag zu Ende.

Aus der ganzen Welt reisten Menschen zur documenta nach Kassel, aber in Dresden friste Gegenwartskunst noch immer allenfalls ein Nischendasein, kritisierte Hilger. Grund dafür sei, dass sich die Stadt nicht offiziell zu dem Angebot bekenne. Viele reisefreudige Kunstliebhaber wüssten deshalb nicht, dass es auch in der sächsischen Landeshauptstadt eine Plattform für zeitgenössische Kunst gebe, sagte sie.

"Die Unterstützung von der Stadt muss sich erhöhen", forderte Hilger. Mit 40.000 Euro Förderung seien die Kosten von 43.000 Euro nicht gedeckt. "Die Stadt muss sich überlegen, ob man ein Festival will, das ein internationales Publikum anziehen und Dresden ein ganz anderes Gesicht geben kann", fügte sie hinzu.

Immerhin: Die Zukunft des im Jahr 2007 gegründeten Festivals sei gesichert, das stehe seit Januar fest. "Erst jetzt haben wir mit einem langjährigen Mietvertrag auch die Zusage von der Stadt, dass sich die Ostrale hier weiterentwickeln soll", sagte Hilger.

Bei der Ostrale 2012 wurden Werke von 245 Künstlern aus 33 Nationen im Ostra Gehege ausgestellt. Das Kunstfestival mit dem roten Hirsch als Maskottchen soll nach Angaben der Leiterin eine internationale Plattform sowohl für etablierte als auch für junge Nachwuchskünstler sein und Galeristen die Möglichkeit bieten, Neues zu entdecken.

dapd

 

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