„Verteilungskämpfe und offene Unruhen“ – Rainer Wendt sieht „Deutschland in Gefahr“

Rainer Wendt ist seit 2007 Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG). Der Duisburger Hauptkommissar der Schutzpolizei ist seit 40 Jahren im Dienst. Das CDU-Mitglied Wendt ist verheiratet und fünffacher Vater. Mit seinem Buch "Deutschland in Gefahr" tritt Wendt für einen starken Staat und die Verbesserung der inneren Sicherheit ein. In Interviews, Talkshows und Diskussionsrunden gilt Wendt als gern gesehener aber kritischer Gast.

Wenn es nach Rainer Wendt geht, braucht Deutschland ein Zuwanderungsministerium, welches die Prozesse ordnungsgemäßer Zuwanderung steuert und mit den Ländern koordiniert.

Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft rechnet mit größer werdenden Verteilungskämpfen mit den daraus resultierenden offenen Unruhen. Um dies zu verhindern, brauche es einen starken Staat mit Autorität.

Wendt drängt auf ordnungsgemäße Registrierung und Identifizierung der Asylbewerber. Wer nicht identifiziert sei, soll auch nicht nach Deutschland einreisen dürfen, müsse ein Grundsatz sein, veröffentlichte der „Focus“ aus dem Epilog zu Wendts Buch.

Personen mit geringer Bleibeperspektive sollen erst gar nicht in den Gemeinden angesiedelt werden, sondern den Ausgang ihres Asylverfahrens in den Aufnahmezentren abwarten. Bei einem negativen Bescheid sollen jene Migranten auch von dort aus zurückgeführt werden.

Dies sei auch ein wichtiges Signal an die Menschen in den Herkunftsländern. Bislang glaubt man dort, dass man, erst einmal eingereist, jahrelang hier bleiben könne, bevor über das Asylverfahren entschieden sei.

Wendt hofft auf eine Wiederbelebung und politische Umsetzung des Vorschlags der Registrierungszentren an der Grenze. Auf die EU deutend, verweist Wendt auf die dringende Notwendigkeit die nationalen Grenzen vor illegaler Einreise intensiv zu schützen, zumal die Europäische Union kaum in der Lage sei, die europäischen Außengrenzen zu schützen.

Weiterhin berichtet Wendt vom täglichen Irrsinn der deutschen Abschiebepraxis und den vielfältigen Tricks der Migranten einer Abschiebung zu entgehen. (sm)

Aus dem Inhalt: „Ein schwacher Staat kann die Menschen nicht schützen, die in seinen Grenzen leben. Und deshalb muss Schluss sein damit, Deutschland weiter zu schwächen. Denn unser Land ist längst nicht mehr sicher, deshalb brauchen wir den starken Staat. Denn nur der hat die Macht, die Bürger zu schützen und gegen diejenigen anzutreten, die unsere Demokratie, unsere Verfassung, das Recht und die Gerechtigkeit mit Füßen treten.

Rainer Wendt legt mit seinem Buch den Finger in zahlreiche Wunden. Er beschreibt Versäumnisse, die dazu führten, dass Täter heutzutage häufig besseren Schutz genießen als die Opfer. Er erklärt, warum der Staat sich bei der Bekämpfung von Verkehrssündern stark macht, aber im Kampf gegen Vergewaltiger, Totschläger oder andere Schwerkriminelle schwach bleibt. Außerdem nimmt er die Politik ins Visier, die nie vorausschauend handelt, sondern immer erst dann einschreitet, wenn die Probleme unübersehbar geworden sind – etwa dann, wenn bereits 1,5 Millionen Schutzsuchende ins Land gekommen sind.

Wendt sagt klar und deutlich, was sich ändern muss, damit wir weiterhin in einem so wohlhabenden, sicheren und freien Land leben können. Ein wichtiges Buch, das zeigt, wie sich Deutschland für die anstehenden Herausforderungen wappnen kann und muss.“

Hardcover, 200 Seiten
Erschienen: August 2016 im Riva-Verlag
ISBN: 978-3-86883-476-5
Preis: 19,99 Euro

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