Salman Rushdie: Todesurteil spielt im Alltag keine Rolle mehr

Der Schriftsteller Salman Rushdie fühlt sich nicht länger von der Fatwa gegen ihn bedroht. Dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Sonnabendausgaben) sagte er: „Das Todesurteil spielt seit 20 Jahren keine Rolle mehr in …

Der Schriftsteller Salman Rushdie fühlt sich nicht länger von der Fatwa gegen ihn bedroht. Dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Sonnabendausgaben) sagte er: „Das Todesurteil spielt seit 20 Jahren keine Rolle mehr in meinem Alltag. Diese Wolke ist an meinem Leben vorbeigezogen.“

Die Weigerung des Iran vor zwei Jahren, wegen Rushdies Auftritt an der Frankfurter Buchmesse teilzunehmen, bezeichnete der Autor als „deren Problem, nicht meines“. Der britisch-indische Schriftsteller lebt in den USA. 1988 hatte er das umstrittene Werk „Die satanischen Verse“ veröffentlicht. Im darauffolgenden Jahr rief der iranische Revolutionsführer Ajatollah Khomeini Muslime in aller Welt dazu auf, Rushdie zu ermorden, weil die „Verse“ Blasphemie seien. Zuletzt erschien Rushdies amerikanischer Gesellschaftsroman „Golden House“. (dts)

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