Gegen Ausgrenzung und Verschwendung von Lebensmitteln: Spitzenkoch plant Armenspeisungen in Paris

Der italienische Spitzenkoch Massimo Bottura will unter der Pariser Madeleine-Kirche ein "Refektorium" für Mittellose eröffnen.

Einer der besten Köche der Welt plant Armenspeisungen in Paris: Der Italiener Massimo Bottura will unter der Pariser Madeleine-Kirche ein „Refektorium“ für Mittellose eröffnen, wie es am Donnerstag aus seinem Umfeld hieß. Dort sollen Spitzenköche gratis für die Ärmsten kochen.

Das Projekt steht unter Schirmherrschaft von Botturas Organisation „Food for Soul“ (Essen für die Seele).

Der italienische Sternekoch hat sie gegründet, um gegen gesellschaftliche Ausgrenzung und die Verschwendung von Lebensmitteln vorzugehen. In dem Speisesaal sollen deshalb Lebensmittel zum Einsatz kommen, die noch gut sind, aber aus ästhetischen Gründen als unverkäuflich gelten.

Die ersten Reaktionen seien „positiv“, berichtet Jean-François Rial von der Gruppe Voyageurs du Monde, der das Projekt gemeinsam mit Bottura plant. Derzeit gibt es in der Krypta der Madeleine-Kirche bereits eine Essensausgabe, die von einem Verein für Bedürftige organisiert wird. Ab März solle es dort „Qualitätsküche“ für 70 bis 90 Menschen geben, sagt Rial.

Während der Olympischen Spiele in Rio im August 2016 organisierte Bottura mit zwei anderen Spitzenköchen Armenspeisungen für rund 5000 Brasilianer. Seine Osteria Francescana in Modena wurde im gleichen Jahr von der Fachzeitschrift „Restaurant Magazine“ zur besten Gaststätte der Welt gekürt. (afp)

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