Papst Franziskus: „Sexueller Missbrauch ist wie eine satanische Messe“

"Sexueller Missbrauch ist eine schreckliche Straftat, weil ein Geistlicher, der so etwas tut, Verrat begeht am Leib des Herrn. Das ist wie eine satanische Messe," so Franziskus.

Papst Franziskus nimmt kein Blatt vor den Mund –  und er ist ein Medienprofi. Immer wieder sorgt er mit provokanten Formulierungen für Schlagzeilen, um seinen Anliegen Gehör zu verschaffen. Seine oftmals spontanen Äußerungen haben ihm seit seinem Amtsantritt im März 2013 schon viel Beifall, aber auch einige Kritik eingebracht.

„Ach, wie sehr möchte ich eine arme Kirche für die Armen!“ (Audienz für Journalisten am 16. März 2013)

„Sexueller Missbrauch ist eine schreckliche Straftat, weil ein Geistlicher, der so etwas tut, Verrat begeht am Leib des Herrn. Das ist wie eine satanische Messe.“ (Bei der Heimriese von einem Nahost-Besuch am 26. Mai 2014)

„Man kann nicht hinnehmen, dass das Mittelmeer zu einem großen Friedhof wird.“ (Rede im Europaparlament am 25. November 2014)

„Von mehreren Seiten aus gewinnt man den Gesamteindruck der Müdigkeit und der Alterung, die Impression eines Europas, das Großmutter und nicht mehr fruchtbar und lebendig ist.“ (Rede im Europaparlament am 25. November 2014)

Bei einer Rede vor Kardinälen, Bischöfen und Priestern am 23. Dezember 2014 benennt der Papst 15 „Krankheiten“ der Vatikanverwaltung, darunter „existenzielle Schizophrenie“, „geistliches Alzheimer“ und einen „Terrorismus der Geschwätzigkeit“. Er vergleicht die von Intrigen und Affären erschütterte Kurie mit einem „Orchester, das schief spielt“.

„Manche glauben, und entschuldigen Sie den Ausdruck, um gute Katholiken zu sein, müssten sie sich wie die Karnickel vermehren.“ (Am 19. Januar 2015 nach einer Asienreise)

„Einmal habe ich in einer Versammlung mit Ehepaaren einen Vater sagen hören: ‚Hin und wieder muss ich meine Kinder ein wenig schlagen, aber nie ins Gesicht, um sie nicht zu erniedrigen.‘ Wie schön! Er hat Sinn für die Würde. Er muss strafen, aber er tut es gerecht, und geht voran.“ (Bei einer Generalaudienz am 4. Februar 2015)

„Ich denke, die Medien sollten klarer und transparenter sein und nicht, entschuldigen Sie den Ausdruck, in eine Koprophilie verfallen, die stets bereit ist, Skandale und widerliche Dinge zu verbreiten, so wahr sie auch sein mögen.“ (In einem am 8. Dezember 2016 veröffentlichten Interview des belgischen Magazins „Tertio“) (afp)

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