Weltstar und Menschenrechtler - So setzte sich David Bowie gegen die Verfolgung von Falun Dafa ein

Epoch Times, Freitag, 15. Januar 2016 23:17
David Bowie war nicht nur einer der größten Musiker unserer Zeit, er setzte sich auch für die Menschenrechte ein. Von seinem langjährigen Schlagzeuger Sterling Campbell erfuhr der Weltstar von der Verfolgung der buddhistischen Meditationspraxis Falun Dafa und unterstütze seinen Kollegen dabei, dieses Unrecht an die Öffentlichkeit zu bringen.
David Bowie und sein Schlagzeuger Sterling Campbell. Auf dem Schlagzeug stehen die chinesischen Schriftzeichen Zhen, Shan, Ren - Prinzipien des Falun Dafa.
David Bowie und sein Schlagzeuger Sterling Campbell. Auf dem Schlagzeug stehen die chinesischen Schriftzeichen Zhen, Shan, Ren - Prinzipien des Falun Dafa.
Foto: Facebook/Screenshot

David Bowie eine der größten Rock-Legenden ist vor wenigen Tagen im Alter von 69 Jahren an Krebs verstorben. Der als David Robert Jones geborene David Bowie konnte auf eine fast 50-jährige Karriere und ein bewegtes Leben zurückblicken. Bowie verkaufte geschätzte 140 Millionen Tonträger und war damit einer der erfolgreichsten Popstars der vergangenen Jahrzehnte.

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Der Weltstar war aber nicht nur das "Chamäleon der Popmusik", sondern auch ein Menschenrechtler. Dies zeigte er seinen Fans erstmals im Jahr 1992. Damals schrieb Bowie den Song "Seven Years in Tibet", zum gleichnamigen Film "Sieben Jahre in Tibet" mit Brad Pitt in der Hauptrolle. Mit dem Lied protestierte der Musiker gegen die Unterdrückung der Tibeter durch das chinesische kommunistische Regime.

Der Titel erschien auch auf dem im Jahr 1997 veröffentlichten Album "Earthling".

Bowie sang das Lied auch auf Chinesisch.

 

Für den Film "Sieben Jahre in Tibet" erhielten der Regisseur Jean-Jacques Annaud sowie die Darsteller Brad Pitt, David Thewlis und Jamyang Jamtsho Wangchuk ein lebenslanges Einreiseverbot in die Volksrepublik China. 2014 wurde das Verbot aufgehoben.

David Bowie - gegen die Verfolgung von Falun Dafa 

Der Künstler setzte sich auch gegen die Unterdrückung der in China verfolgten Meditationsbewegung Falun Dafa ein. David Bowies Ex-Schlagzeuger Sterling Campbell praktiziert seit den 1990er Jahren die buddhistische Meditationspraxis. Dadurch erfuhr der Sänger von Falun Dafa und der brutalen Unterdrückung in China. 

Bowie unterstützte seinen langjährigen Schlagzeuger in seinem Glauben und setzte sich auch persönlich gegen die Verfolgung von Falun Dafa in China ein. 

Seit 16 Jahren führt Chinas kommunistisches Regime einen beispiellosen Krieg gegen die eigene Bevölkerung: Geschätzte 100 Millionen Menschen und damit jeder dreizehnte Chinese sind seit dem 20. Juli 1999 Zielscheibe der Verfolgung von Falun Dafa. Der traditionelle buddhistische Kultivierungsweg aus fünf Qigong-Übungen und einer anleitenden Lehre nach den Prinzipien "Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht" hatte niemals vor, in China irgendeine politische Rolle zu spielen. Weltanschauung ist Privatsache, sollte man meinen – aber eben nicht im kommunistischen China, wo zwar oberflächlich alles so ähnlich aussieht wie bei uns – mit iPhones und Starbucks in Großstädten an jeder Ecke. Untergründig läuft bis heute die Kampagne, die eine unbekannte Anzahl Menschenleben kostete und vor der viele Chinesen massive Angst haben. (Siehe: 20. Juli: 16 Jahre Verfolgung von Falun Gong in China: Die Frage nach dem Warum?

Auf seinen Tourneen erlaubte es David Bowie den örtlichen Falun Dafa Praktizierenden im Eingangsbereich der Konzerthallen Informationsstände zu machen und Flyer über die Verfolgung zu verteilen. Auch bei seinen Auftritten in Hongkong gab es Aktionen gegen die Verfolgung.  

Wegen seinem Engagement gegen die Unterdrückung von Falun Dafa übte das chinesische Regime großen Druck auf den Musiker aus. Die KP-China drohte Bowie mit einem Auftrittsverbot in der Volksrepublik. Der Weltstar lies sich jedoch nicht einschüchtern und setzte sich weiterhin für die Menschenrechte ein.

Bowie schlug seinem Schlagzeuger sogar vor, die Prinzipien des Falun Dafa "Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachtsicht", auf Chinesisch "Zhen, Shan, Ren", auf sein Schlagzeug, das immer mit auf Tour war, zu drucken.

Facebook-Post 

Bowie-Schlagzeuger besiegt Drogensucht durch Falun Dafa 

Sterling Campbell begann seine Karriere Ende der 1980er Jahre. Er arbeitete mit Stars wie Cyndi Lauper, Duran Duran und Soul Asylum. 1991 starteten Bowie und Campbell ihre Musikbeziehung. Von 1992 bis zum Ende der "A Reality Tour" im Jahr 2004 war Campbell Bowies Schlagzeuger. 

Das Leben der meisten Rockstars ist geprägt von Exzessen. Drogen und Alkohol werden oft zu ständigen Begleitern der Rockmusiker. So war es auch für Campbell. Der Schlagzeuger rauchte zwei Schachteln Zigaretten am Tag, trank viel Alkohol und stand ständig unter Drogeneinfluss. 

Der Musiker versuchte sein Leben zu ändern, machte Therapien und Yoga. Mitte der 90er Jahre stieß er in einem Park in Manhattan auf eine Falun Dafa-Übungsgruppe. Dort lernte Campbell die fünf Übungen des Falun Dafa und begann zu Praktizieren. Drei Wochen später hörte er mit dem Rauchen auf. 

Nach und nach gelang es dem Schlagzeuger auf Alkohol und Drogen zu verzichten. Sein körperlicher und geistiger Zustand verbesserte sich zusehends und er wurde zu einem optimistischen Menschen. 

Dann, am 20. Juli 1999 startete der damalige chinesische Führer Jiang Zemin die Verfolgung von Falun Dafa in China. Campbell begann sich gegen die Unterdrückung einzusetzen. Im Jahr 2002 reiste er mit einer Gruppe westlicher Falun Dafa Praktizierenden nach Peking und protestierte auf dem Platz des Himmlischen Friedens (Tiananmen-Platz) gegen die Unterdrückung. Er und seine Freunde wurden verhaftet. Campbell wurde inhaftiert, verhört und geschlagen. Nach 24-stündiger Tortur wurde er in die USA zurück abgeschoben. (so) 



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