Zur Verteidigung unserer Kinder

Was nützt es, gegen politisch korrekte Verlogenheit, staatlich sanktionierten Raub und selbstmörderische Überfremdung zu Felde zu ziehen, wenn unsere Kinder und Enkelkinder nicht mehr in der Lage sein werden, einen Federhalter in der Hand zu halten, geschweige denn ein Schwert? In einer Trilogie nimmt Gastautor Odin Engerling uns mit in seine Geschichten und Gedanken.

Die folgende Geschichte wurde vor etlichen Jahren geschrieben. Lass Dich nicht abhalten von dem etwas blumigen Anfang. Es wird weniger blumig zum Ende hin.

Teil 1

Der Dom zu Mailand ist weltweit eines der strahlendsten Monumente überhaupt. Erbaut im sublimen, hehren, triumphalen und doch zutiefst menschlichen Selbstverständnis der Gotischen Epoche, vereinigt er nördliche Verinnerlichung mit südlicher Heiterkeit zu einem grandiosen Zeugnis unseres schöpferischen Genies für Schönheit und Perfektion.
Er ist, kurzum, eine überwältigende Hymne auf Gottes Generosität, ein schimmernder Ausdruck der Lebensfreude, ein herrliches magnum opus der Farben und Formen, eine unnachahmliche Vereinigung von Anmut und Licht.

Im Winter präsentiert sich das Gebäude in einer mehr verhaltenen Weise. Die unendliche Symphonie aus weissem Marmor verliert Substanz im kalten Nebel und die Zinnen, Bögen, Türme, Skulpturen und Wasserspeier ziehen sich nacheinander in einen niedrigen Himmel zurück. Der Tempel bekommt traumhafte Konturen und entfacht im sensiblen Betrachter eine Vermutung unbekannter Dimensionen, vielleicht sogar eine Ahnung der Ewigkeit.

Hier, wie überall in der christlichen Welt, sehen die Wochen vor Weihnachten mehr Aktivitäten als sonst, steht doch bald das grösste Fest des Jahres ins Haus.

So auch an einem kalten Morgen im Dezember, als ein eisiger Wind durch die Arkaden und über den weiten Platz vor dem Dom fegte. Nur wenige Fussgänger waren unterwegs, darunter ein Mann in einem verschlissenen Mantel und einer dicken Wollmütze, letztere tief über die Ohren gezogen. Er stieg schnell die Treppe hinauf, ging duch den Vorraum und betrat das Mittelschiff. Orgelmusik umfing ihn wie ein wohlgeordneter Orkan. Sich bekreuzigend, ging er nach vorn und nahm Platz auf einer Bank. Bald darauf endete die Musik.

Einige wenige Gläubige hatten sich zu so früher Stunde in der unbeheizten Kathedrale eingefunden, ältere Menschen meist, alle weit verteilt über die vielen Bänke, klein und unbedeutend zwischen den riesigen Säulen.
Nur weiter vorn, dicht am Altar, sass eine grössere Schar von Kindern mit ihrer Begleitung. Ihnen gegenüber stand ein junger Priester, schlank und unfertig, die Hände erhoben in feierlicher Untermalung einer kaum hörbaren Predigt.

Als der Fussgänger die Kinder erblickte, überkam ihn eine stille Freude, denn diese liebte er sehr. Geschöpfe der Unschuld, nannte er sie, eines von Gottes wertvollsten Geschenken, so zart und so zerbrechlich, unseres bedingungslosen Schutzes versichert, unwiderruflich, als absoluter Garant für die gesamte Dauer ihrer Entfaltung.

Während die Predigt ruhig und gemessen ihren Lauf nahm, kam eine ältere Frau in einem schweren wollenen Mantel daher und setzte sich auf die andere Seite der Bank. Der Fussgänger neigte seinen Kopf zu einem freundlichen Gruss, aber sie nahm keine Notiz. Mit einem seltsam nach innen gekehrten Blick wandte sie den Kopf und sah statt dessen auf den Priester und seine Kinderschar.

Die hatte inzwischen begonnen, von einer Stillen und Heiligen Nacht zu singen, und ein kleines Mädchen in der ersten Reihe weinte dazu. Es war eine seltsame Art der Klage, schrill und langgezogen und ohne die Tonhöhe zu verändern, unterbrochen nur von rauh schluchsendem Einatmen, alles deutlich vernehmbar inmitten der vielen kleinen Stimmen.

Seltsam schien, dass niemand davon Notiz nahm, nicht einmal der junge Priester, welcher da mit leichter Hand den Takt angab und dessen Gesichtsausdruck fern und unbestimmt schien, ganz so, als wüsste er, dass der Trauer des Mädchens nicht beizukommen war, nicht einmal mit der Geburt unseres Sanften Erlösers.

Da berührte eine kalte Hand das Herz unseres Fussgängers. Er wandte sich stirnrunzelnd der älteren Frau zu und sah, gleich einer Antwort auf seine unausgesprochene Frage, wie eine helle Träne über ihr faltiges Gesicht lief.

Überkommen von einer namenlosen Angst, sah er sich um, als dächte er an Flucht, stand dann aber auf und ging lautlos das linke Seitenschiff hinunter. Im Schatten einer Säule blieb er stehen, steif und gespannt wie in Erwartung eines aufziehenden Sturms, und starrte auf die Kinder.

Die meisten schienen seltsam leblos und unbewegt. Einige hatten grosse schwimmende Augen und schläfrige Gesichter wie Süchtige am Ende eines Trips. Andere lachten und scherzten, aber mit gedämpften Stimmen und leeren, maskenhaften Gesichtern. Eine junge Mutter in einem luxuriösen Pelzmantel hatte einen Arm um ihre kleine Tochter geschlungen, und die Verzweiflung in ihrem gefrorenen Gesicht konnte nie in Worte gefasst werden.

Das kleine Mädchen weinte immer noch.

Da liess ein eisiger Windstoss die Altarkerzen flackern, und für einen Moment schien die Kathedrale mit einem formlosen Grauen gefüllt, ganz so, als wäre der Herr der Finsternis selbst aus den Tiefen der Hölle heraufgestiegen, um sich seiner schrecklichen Werke zu ergötzen.
Überwältigt von wortlosem Entsetzen, schlich der Fussgänger davon wie ein Dieb in der Nacht.

Im Vorraum warf er einen letzten Blick auf das Tagesprogramm, festgesteckt auf einer hölzernen Tafel. Beinahe stündlich wurde eine Messe abgehalten für verschiedene Berufsgruppen wie Krankenschwestern, Feuerwehrleute, die Vertreter des Modegeschäfts oder Flughafenpersonal. Höhepunkt war die Abendvesper, vom Kardinal selbst zelebriert für die Honoratioren der Stadt und ihr Gefolge. Ein volles Haus, vermutlich gut geheizt, und zum Abschluss des erhebenden Spektakels Schuberts Ave Maria, vorgetragen von einer berühmten lokalen Sängerin.

Erste Veranstaltung des Tages, bereits weit vorangeschritten, wie unser Fussgänger wohl wusste, war eine Heilige Messe für krebskranke Kinder.

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Teil 2

Vor vielen Sommern, und gerade zwanzig Jahre alt, absolvierte ich meine obligatorische Grand Tour, wie es damals nostalgisch genannt wurde. Zu jener Zeit konnte das Reisen noch abenteuerlich sein, selbst in Europa. Und dies ganz besonders, wenn das Geld kaum vorhanden und Per Anhalter die billigste Lösung war. Was Nachteile mit sich brachte, wie unter Brücken zu schlafen oder am Rande gottverlassener Landstrassen zu stehen, manchmal einen Tag und länger, und den Fahrern der wenigen Autos mit einem gehobenen Daumen die generelle Idee zu vermitteln. Aber es war auch von grossem Vorteil, denn die Leute, die dich mitnahmen, waren meistens freundlich und erlaubten einen viel besseren Einblick in das Land und seine Mentalität als jene, die man später einmal in teuren Hotels oder im Flugzeug treffen sollte.

Mein erstes Ziel war Ithaka, einstmals Königreich des Odysseus, letzterer mit Abstand der überragendste Held meiner Jugendträume. Dort plante ich ein gewaltiges Epos zu entwerfen, Homerisch mehr oder weniger, jedoch nicht ganz so blutdürstig. Weshalb ich eine grosse und unhandliche Remington Schreibmaschine mitschleppte, der die Buchstaben M und m fehlten. Nach einer Reihe interessanter Abenteuer, manche wirklich unglaublich, humpelte ich an einem kalten Vormittag im Januar in den Hafen von Brindisi und ging an Bord meiner Fähre, ein verrosteter und verbeulter alter Trawler namens Glaros. Was zu deutsch, man glaube es oder nicht, Seemöve heisst.

In seinen stinkenden Eingeweiden verbrachte ich einen stürmischen Tag und eine noch stürmischere Nacht, und erreichte mein Ziel am nächsten Morgen kurz nach Sonnenaufgang. Meinen Seesack schulternd, ergriff ich die Schreibmaschine, ging an Land, liess mich sodann auf die Knie nieder und küsste Ithakas geheiligte Erde. Was sichtliche Befremdung unter den versammelten Inselbewohnern verursachte, die den wöchentlichen Landfall des Trawlers immer mit grosser Spannung erwarteten, mich aber wahrscheinlich für verrückt hielten.

Jedoch war ich der erste, oder vielleicht auch der dritte, fremdländische Besucher seit Lord Byron, und daher aufregende Neuigkeit. Ein glücklicher Umstand, der sogleich zu meiner Einladung in die nächste Taverne führte, wo ich einen hochprozentigen lokalen Wein namens Retsina gewaltig unterschätzte. Was wiederum dazu führte, dass ich gegen Mittag beim Pinkeln in das Hafenbecken fiel und beinahe ersoff.
Ein Ereignis, welches mich umgehend berühmt machte im gesamten Königreich. Und das sich, nach meiner abrupten Ernüchterung und Rettung, als eher klein erwies. So klein, dass
ich ernsthafte Schwierigkeiten hatte, meine Träume der sichtbaren Wirklichkeit anzugleichen.

Aber ich war jung und voller Optimismus, und es dauerte nicht lange, bis ich die Insel und seine Bewohner in mein Herz geschlossen hatte.

Was das geplante grosse Epos betrifft, so wurde nichts daraus. Die alte Remington schenkte ich einem Freund am Tag meiner Abreise und nahm statt dessen etwas viel Wertvolleres mit, nämlich die Erinnerung an meine Gastgeber, ihre ruhige Ausgeglichenheit, ihre Ehrlichkeit, ihre freundliche Zurückhaltung, ihre Grosszügigkeit und, vielleicht am überraschendsten, ihre allgemein hervorragende Gesundheit.

So weit ich mich erinnern kann, habe ich nie einen kranken Menschen gesehen während meiner Zeit auf der Insel. Moderne Plagen wie Herzinfarkt, Übergewicht oder Krebs schienen gänzlich unbekannt zu sein. Beinahe alle Bewohner waren schlank und leicht zu Fuss, die Alten eingeschlossen. Jeder schien irgendeiner Tätigkeit nachzugehen. Die Ernährung war einfach und beschränkte sich auf Schwarzbrot, Ziegenkäse, Früchte und Gemüse aus den kleinen Gärten, brauner Reis vom Festland, gelegentlich Fleisch, und natürlich regelmässig frischer Fisch.

Schon damals fiel mir auf, dass eine klare Verbindung bestehen muss zwischen einfacher, natürlicher Ernährung und einer allgemein guten Gesundheit. Eine Erkenntnis, die später von jedem Ernährungswissenschaftler mit einem guten Gewissen und unabhängigen Job bestätigt wurde.

Viele Jahre sind vergangen seit meinem Besuch auf Ithaka. Ich bin nie wieder zurückgekehrt, hauptsächlich deshalb, um meine Erinnerung an diese glücklichen Monate intakt zu erhalten. Wie ich vernehme, hat der grossartige Fortschritt auch die kleine Insel nicht verschont, genau wie den Rest der Welt. Und das bringt mich zum eigentlichen Thema dieses Artikels.

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Teil3

Warum, so magst Du fragen, könnten unsere Kinder und Enkelkinder vielleicht zu krank oder zu schwach sein, um einen Kugelschreiber in der Hand zu halten, geschweige denn ein Schwert?

Deshalb!

Noch nie in der Geschichte der Menschheit hat sich das Fundament unserer physischen Existenz, nämlich die tägliche Ernährung, so vollkommen und schrecklich von Gottes originaler Blaupause entfernt wie heute.

Beinahe alles, was in den grossen Supermärkten zu kaufen ist, wurde auf jede erdenkliche Weise verändert, verunreinigt, vergiftet oder vollkommen denaturalisiert.

Kein Essen oder Trinken ohne etliche der zigtausend offiziell zugelassenen chemischen Zusätze, alle bekannterweise schädlich, und eine grosse Anzahl nachweislich krebserregend. Wem das nicht reicht, der kann noch viel schrecklichere Substanzen entdecken, die in einem Steak, einer Leberwurst oder einem Hamburger lauern.

Fleisch von unmenschlich gequälten Tieren, die in enge, stinkende Gefängnisse eingepfercht wurden, niemals einen Sonnenstrahl oder auch nur ein kleines Stückchen von Gottes schöner Erde sahen, alle gefüttert mit Antibiotika, Steroiden, Hormonen und dergleichen. Giftige Substanzen, welche sie doppelt so schnell wachsen liessen wie normal, und die von sich aus zusammengebrochen wären, hätte man ihr entsetzliches kurzes Leben nicht rechtzeitig im Schlachthof beendet.

Substanzen, die sich in winzigen Mengen im Erbgut menschlicher Zellen einnisten und langsam ihr zerstörerisches Werk beginnen, in dieser Generation, der nächsten, und spätestens in der übernächsten. Und die, am folgeschwersten überhaupt, unsere echten und kampfbereiten Männer stets mehr dezimieren und statt dessen verschwuchtelte Genderlinge produzieren, die schon vor Schreck in ihre Designer-Unterhosen pinkeln, wenn ein zugereister „Flüchtling“ ihnen in der Strassenbahn einen bösen Blick zuwirft.

Hast Du Dich noch nie gefragt, woher all diese neuen Seuchen kommen? Wundert es Dich nicht, wenn auf der Strasse stets mehr Menschen herumlaufen, die doppelt oder dreimal so schwer sind wie eigentlich vorgesehen, und dies nur deshalb, weil ihr Körper den täglichen Hormonschub nicht mehr verkraften konnte und sie darum genau so künstlich aufblähte wie jene Tiere, deren Fleisch sie gegessen haben?

Erschüttert es Dich nicht, wenn du irgendwo liest, ein krebskrankes kleines Mädchen wünschte sich, nach seinem Tod als Rapunzel im Paradies weiterzuleben? Hast Du nicht manchmal den Verdacht, dass uns Mutter Natur einen deutlichen Hinweis der Nemesis gibt für all die Hybris, die wir mit unserer Dummheit, Grausamkeit und Geldgier geschaffen haben?

Glaubst Du wirklich, Gottes Schöpfung lässt sich ungestraft vergewaltigen ?!

Der einzige dauerhafte Schutz ist ein starker und gesunder Körper, ernährt mit biologisch reinem Essen und Trinken, um derart eine unendliche Anzahl von Vitaminen, Enzymen und dergleichen zu produzieren, alle notwendig, um Seuchen und Krankheiten zu bekämpfen, die Mutter Natur bereit hält für jene, welche so gedankenlos oder gewissenlos gegen ihre ehernen Gesetze verstossen haben.

Was uns zurückbringt zu den Kindern. Die nicht gesündigt haben können, da sie ja per Definition unschuldig sind. Und doch gibt es schon so viele, die bereits in allerfrühester Jugend leiden und sterben. Um die Schuldigen zu finden, brauchen wir nicht weit zu suchen.

Zunächst entdecken wir uns selbst, sofern wir kritiklos und gutgläubig dem Diktat ungebremster Konsumsucht gefolgt sind. Sodann die Hersteller, die teils aus massloser Geldgier, teils aber auch aufgrund der mörderischen und gänzlich kriminellen Steuerschraube nach immer rationelleren Produktionsmöglichkeiten suchen.

Schliesslich das Umweltministerium, dessen Fachleute ganz fraglos die Ursache der Misere kennen, sich aber gewissenlos Monsanto, Bayer oder der Ernährungslobby überhaupt verschrieben haben und so nicht nur die Volksgesundheit mit Füssen treten, sondern den Krankenkassen obendrein astronomische Kosten aufbürden.

Was also tun?

Einfach! In jeder Stadt, gross oder klein, lässt sich ein Bioladen finden, der natürliche Produkte verkauft, hergestellt von Bauern aus der Umgebung oder geliefert von grösseren Vertriebsketten, die sich hinsichtlich der Qualität ihrer Produkte einem nachweislich ethischen Kodex unterworfen haben und ihre Zulieferer mit Fairness und Respekt behandeln. Fraglos sind hier die Produkte um einiges teurer als in den Supermarkt-Ketten, andererseits kann auf manche Konsumgüter des täglichen Lebens aber auch ganz problemlos verzichtet werden.
Insbesondere, wenn man sich und seinen Kindern damit ein langes und gesundes Leben einhandelt !

 

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