Sexuelle Belästigung und Angriffe: 456 Schauspielerinnen in Schweden prangern „Kultur des Schweigens“ an

In Schweden haben Hunderte Schauspielerinnen eine "Kultur des Schweigens" bei Film und Theater angeprangert, was sexuelle Belästigung und Angriffe betrifft.

In Schweden haben 456 Schauspielerinnen in Beiträgen für die Donnerstagsausgabe des „Svenska Dagbladet“ eine „Kultur des Schweigens“ bei Film und Theater angeprangert, was sexuelle Belästigung und Angriffe betrifft.

Die Unterzeichnerinnen geißeln den verbreiteten „Geniekult“, der den Angreifern hohe künstlerische Qualität bescheinige und sie zugleich straflos lasse. Aufgrund ihres Status als Stars hätten die Übergriffe von Schauspielern und Regisseuren „niemals Folgen“.

Unter den Autorinnen sind Lena Endre („Millennium“), Sofia Helin („Die Brücke“) und Ruth Vega Fernandez („Küss mich“). Der sozialdemokratische Regierungschef Stefan Löfven zeigte sich schockiert über die zahlreichen Zeugnisse der Frauen und nannte die geschilderten Verhaltensweisen „fürchterlich“.

Kulturministerin Alice Bah Kuhnke berief die Leiter der großen Stockholmer Bühnen ein und hielt sie an, den „sehr schlimmen Aggressionen“ entgegenzutreten.

Unterdessen gibt es beim öffentlich-rechtlichen Radiosender SR den Fall einer Moderatorin, der männliche Kollegen anzügliche Bemerkungen und unangebrachte Gesten vorwerfen. (afp)

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