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London – Der Konsum von Fisch und Meeresfrüchten während der Schwangerschaft fördert die Gehirnentwicklung des Kindes. Eine amerikanisch-britische Studie zeigt, dass der Verzehr solcher Lebensmittel die Intelligenz des Kindes positiv beeinflusst. Verantwortlich dafür sind vermutlich die ungesättigten Omega-3-Fettsäuren. Dass sie für die Gehirnentwicklung des Fötus wichtig sind, ist seit längerem bekannt.
Allerdings empfehlen US-Behörden Frauen, während der Schwangerschaft pro Woche nicht mehr als 340 Gramm Meerestieren zu verzehren. Grund dafür ist die Belastung mit Giftstoffen, insbesondere Methylquecksilber, die die Hirnentwicklung beeinträchtigen können. Mediziner des Nationalen Gesundheitsinstitute (NIH) in Bethesda und der Universität Bristol analysierten nun den Zusammenhang zwischen Meeresnahrung und Intelligenz. Dazu befragten sie alle Schwangeren der Stadt, deren erwarteter Entbindungstermin zwischen April 1991 und Dezember 1992 lag, zu ihrer Ernährung.
Die Kinder jener Mütter, die pro Woche weniger als 340 Gramm Meerestiere aßen, hatten im Alter von acht Jahren eher einen niedrigen Intelligenzquotienten als der Nachwuchs von Frauen, die mehr als 340 Gramm zu sich nahmen. Auch die Feinmotorik und die sozialen Fähigkeiten waren bei den Kindern, deren Mütter wenig Fisch und Meeresfrüchte konsumiert hatten, weniger ausgeprägt, wie die Zeitschrift „The Lancet“ berichtet.
(Quelle: „The Lancet“, Vol. 369, S. 578-585)
(AP)
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