Bogota – Nach sechs Jahren Gefangenschaft in der Gewalt der linksgerichteten Rebellenorganisation FARC ist dem früheren kolumbianische Entwicklungsminister Fernando Araujo die Flucht gelungen. Araujo entkam seinen Peinigern am Sonntag während eines Gefechts zwischen den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) und Regierungstruppen, wie er am Freitag mitteilte. Er sei dann fünf Tage im Dschungel umhergeirrt und schließlich in dem Dorf San Agustin, rund 570 Kilometer nördlich von Bogota, von Soldaten gefunden worden.
Er sei erschöpft, weil er in den vergangenen fünf Tagen nichts gegessen habe, sagte der Politiker dem Fernsehsender RCN. Ansonsten sei er aber bei guter Gesundheit. Araujo war am 5. Dezember 2000 in der Küstenstadt Cartagena entführt worden. Bereits im Dezember 2005 hatte die FARC eine Videoaufnahme Araujos veröffentlicht und im Austausch für ihn die Freilassung gefangener Rebellen gefordert. Die Rebellenorganisation kämpft seit mehr als 40 Jahren gegen die Regierung.
Bei dem Gefecht zwischen Regierungstruppen und Rebellen am vergangenen Sonntag wurden nach Angaben von Verteidigungsminister Juan Manuel Santos sechs FARC-Kämpfer getötet.
(AP)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
FARC-Rebellenchef Cano bei Militäreinsatz getötet
(05.11.2011)
Ingrid Betancourt nach Befreiung in Paris erwartet
(03.07.2008)
Ingrid Betancourt aus den Händen der FARC-Rebellen befreit
(02.07.2008)
ETA soll Verbindungen zur kolumbianischen FARC haben
(05.06.2008)
Kolumbien schlägt Austausch von Rebellen gegen Geiseln vor
(28.03.2008)
Kolumbien will Chávez vor Internationalen Strafgerichtshof bringen
(04.03.2008)
Ecuador soll Beziehungen zur FARC unterhalten haben
(03.03.2008)