Unternehmen – Flughafenbetreiber Fraport bereitet sich erneut auf Streik vor – DAPD
The Epoch Times - Deutschland

Aktuelle Nachrichten – Unternehmen

Einschränkungen im Luftverkehr Flughafenbetreiber Fraport bereitet sich erneut auf Streik vor

DAPD

19.02.2012

Nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport sollen trotz Streik mindestens 50 Prozent der Verbindungen starten. Foto: AP Photo/Franka Bruns
Nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport sollen trotz Streik mindestens 50 Prozent der Verbindungen starten.

Foto: AP Photo/Franka Bruns

Frankfurt/Main – Ein Streik wird am größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main am Montag erneut angesetzt. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) ruft die Mitarbeiter auf dem Vorfeld erneut zur Arbeitsniederlegung auf. Der 24-stündige Ausstand in der Verkehrszentrale, der Vorfeldkontrolle und der Vorfeldaufsicht beginne am Montag um 5.00 Uhr, teilte die Gewerkschaft in der Nacht zum Sonntag mit.

Der Flughafenbetreiber Fraport will trotz Streik einen Großteil der Verbindungen aufrechterhalten, wie ein Sprecher sagte. Demnach sollen mindestens 50 Prozent der zwischen 1.200 und 1.300 geplanten Flüge abheben.

Als Begründung für den erneuten Streik nannte die GdF die "starre Haltung" des Flughafenbetreibers in der Tarifrunde. Dies lasse der Gewerkschaft "keine andere Wahl, als den Arbeitskampf mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln weiterzuführen".

Fraport forderte die Gewerkschaft auf, ihre kompromisslose Haltung aufzugeben und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die Forderungen der GdF sollten nicht zulasten der Passagiere ausgetragen werden, sagte der Sprecher. Fraport sei "jederzeit gesprächsbereit".

Ein bereits am Freitag statt findender Streik auf dem größten deutschen Flughafen führte zu Ausfällen von rund 300 von 1.300 Flügen.

Fraport hatte den Schlichterspruch des früheren Ersten Bürgermeisters von Hamburg, Ole von Beust (CDU), abgelehnt, während die GdF zugestimmt hatte. Der Vorschlag sah unter anderem starke Lohnerhöhungen, eine Laufzeit von vier Jahren und die Anstellung der Vorfeld-Beschäftigten in einer neuen Gesellschaft vor. Nun fordert die Gewerkschaft eine zweijährige Laufzeit und weitere Details, die über den Schlichterspruch hinausgehen. (dapd)

Schlagworte

Webnews einstellen
 
Anzeige
Anzeige