Aktuelle Nachrichten – Geschichte
14.03.2009
London – Der legendäre Rebell Robin Hood war nach Ansicht eines britischen Kunsthistorikers bei seinen Landsleuten zunächst gar nicht so beliebt, wie die volkstümliche Überlieferung glauben macht. Julian Luxford, der an der Universität von St. Andrews in Fife in Schottland lehrt, stützt seine These auf eine Randnotiz in einem Geschichtsbuch, die um 1460 von einem Mönch auf Latein verfasst worden sein soll.
„Zu jener Zeit hat, nach Meinung des Volkes, ein gewisser Gesetzloser namens Robin Hood zusammen mit seinen Komplizen Sherwood und andere gesetzestreue Gegenden Englands mit fortgesetzten Räubereien heimgesucht“, zitiert Luxford die im Original 23 Worte umfassende Notiz. Bei der Notiz, die er in dem um 1340 verfassten Geschichtsbuch „Polychronicon“ zufällig entdeckt habe, handele es sich möglicherweise um die älteste schriftliche Erwähnung von Robin Hood, erläuterter Forscher.
Der Legende nach hat Robin Hood im 13. Jahrhundert die Reichen bestohlen und die Beute unter den Armen verteilt. Hollywood hat die Geschichte mehrmals verfilmt, unter anderem mit Errol Flynn und Kevin Costner. (AP)
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