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Frank Zander will weniger Konsum zu Weihnachten

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19.12.2012

Weihnachtsshopping Foto: dapd/dapd
Weihnachtsshopping

Foto: dapd/dapd

Berlin – Für den Sänger und Entertainer Frank Zander ist die zunehmende Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes eine Zumutung. "Ich habe vor kurzem einen furchtbaren Werbeslogan gehört: 'Merry Business' - das finde ich zum Kotzen", sagte er in einem Interview der Nachrichtenagentur dapd. "Viele vergessen den eigentlichen Sinn von Weihnachten und haben nur Konsum im Kopf", bedauerte der Entertainer.

Andererseits erfahre seine jährliche Weihnachtsfeier für Obdachlose großen Zuspruch: "Es melden sich Helfer, große Firmen und Sponsoren bereits im Sommer freiwillig, um uns zu unterstützen", sagte der 70-Jährige. Auch in diesem Jahr habe er zahlreiche Spenden sammeln können, darunter Brillen, Schlafsäcke, Pflaster und Essen. Für Mittwochnachmittag hatte er 2.800 sozial Bedürftige ins Estrel Hotel in Neukölln eingeladen.

Er finde es auch nicht zynisch, dass die Spendenbereitschaft der Menschen im Dezember steige. "Natürlich sind die Menschen zur Weihnachtszeit besonders spendenbereit, es ist ja auch ein christliches Fest", sagte Zander und fügte hinzu: "Gerade zur kalten Jahreszeit wird erst vielen Leuten bewusst, wie schrecklich es sein muss, draußen auf der Straße zu schlafen."

Er selbst glaube, dass seine Weihnachtsfeier einen wichtigen Zweck erfülle: "Von vielen Obdachlosen und Bedürftigen bekomme ich Anrufe, Briefe oder werde auf der Straße auf unsere Feier angesprochen: 'Ey Franky, machst Du wieder Dein Fest?'", berichtete der Berliner.

Zander wurde in Neukölln geboren. Berühmt wurde er durch Songs wie "Oh, Susi", "Hier kommt Kurt" oder der "Ur-Ur-Enkel von Frankenstein". Aber auch durch soziales Engagement hat sich der Künstler einen Namen gemacht. Seine Weihnachtsfeier für Obdachlose findet in diesem Jahr bereits zum 18. Mal statt.

dapd

 

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