Gesundheit - Aktuelle Nachrichten, Ratgeber und Berichte – Frauen schlafen schlechter als Männer – Martin Herzer
The Epoch Times - Deutschland

Aktuelle Nachrichten – Gesundheit

Schlafprobleme Frauen schlafen schlechter als Männer

Martin Herzer

10.09.2008

(Rike / www.pixelio.de)
(Rike / Pixelio)

Hamburg – Doppelt so viele Frauen wie Männer in Deutschland leiden an Schlafproblemen. Während nur ein Viertel der Männer nachts wach liegt, klagt jede zweite Frau über schlechten Schlaf, wie die Techniker Krankenkasse (TK) unter Berufung auf eine von ihr in Auftrag gegebene Forsa-Umfrage am Mittwoch mitteilte. Schlafräuber Nummer eins sei beruflicher Stress, gefolgt von familiären und gesundheitlichen Problemen.

Männer hält der Befragung zufolge hauptsächlich der berufliche Stress vom Schlaf ab – 54 Prozent nannten dies als Grund. Bei Frauen sind dagegen private Probleme (43 Prozent) und gesundheitliche Gründe (40 Prozent) die Hauptursachen für schlechten Schlaf.

Fast jede dritte Frau hindert der schnarchende Partner am Schlafen, bei den Männern monierten dies nur acht Prozent.

Für beide Geschlechter ist es der Umfrage zufolge ein größeres Problem, nachts durchzuschlafen, als abends in den Schlaf zu finden. Nur jeder Vierte der Befragten gab an, er habe Probleme beim Einschlafen. Dagegen beklagte jeder Dritte, er wache nachts oft auf und finde dann nicht mehr in den Schlaf zurück.

Schlafmangel ein Problem jüngerer Leute

Schlafmangel ist laut TK in erster Linie das Problem junger Leute. 57 Prozent der 18 bis 25-Jährigen gaben an, sich an Wochentagen morgens nur gelegentlich, selten oder nie ausgeschlafen zu fühlen. Bei den Befragten zwischen 26 und 35 Jahren sagten dies nur noch 49 Prozent, bei den 56 bis 65-Jährigen liegt der Wert mit 15 Prozent am niedrigsten.

Anlass zur Sorge gibt der TK zufolge, dass von den Menschen, die öfter schlecht schlafen, jeder Fünfte zu Schlaftabletten greift. Die Mittel sorgten zwar für tiefes Schlummern, jedoch kämen die Schlafprobleme oft wieder, wenn die Betroffenen die Medikamente absetzten, erklärte die Krankenkasse. 24 Prozent der Befragten mit Schlafstörungen gaben an, sie nähmen natürliche Mittel wie Baldrian.

Für die repräsentative Umfrage befragte Forsa 1.008 Bundesbürger über 18 Jahren zu ihren Schlafgewohnheiten. (AP)

Schlagworte

Webnews einstellen
 
Anzeige
Anzeige