Aktuelle Nachrichten – Kultur
14.10.2012
Foto: dapd/Thomas Lohnes
Frankfurt/Main – Der chinesische Autor Dissident Liao Yiwu hat westliche Investoren in China scharf kritisiert. "Unter dem Deckmantel des freien Handels machen westliche Konsortien mit den Henkern gemeinsame Sache, häufen Dreck an", sagte der 54-Jährige am Sonntag in der Frankfurter Paulskirche, in der er den diesjährigen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhielt. Weltweit sei man der Ansicht, der wirtschaftliche Aufschwung Chinas werde zwangsläufig politische Reformen nach sich ziehen. Doch inhaftierten und töteten dieselben Henker immer noch Menschen, fügten neue Blutflecken den alten hinzu. "Ein Land, das kleine Kinder massakriert, muss auseinanderbrechen", betonte er.
Liao, der seine Heimat 2011 verließ und seitdem in Deutschland lebt, hat in mehreren Büchern über Opfer der chinesischen Gesellschaft geschrieben. Er saß selbst vier Jahre lang in China im Gefängnis.
dapd
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