Foto: dapd/Lukas Barth
Hamburg – Der in Berlin lebende chinesische Autor Liao Yiwu, der am Sonntag den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhält, kritisiert die Auszeichnung seines Landsmanns Mo Yan mit dem Nobelpreis für Literatur.
"Ich bin fassungslos", sagte er in einem Interview des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" laut Vorabmeldung von Samstag. Mo Yan sei ein Staatsdichter. Der Schriftsteller zöge sich, "wenn es darauf ankommt, ... in seine Welt der Kunstfertigkeit zurück".
Er erhebe sich damit über die Wahrheit, sagte Liao. Seine Freunde in China fragten sich angesichts des Nobelpreises für Mo Yan, ob sich der Westen als Verlängerung, als Erweiterung des chinesischen Systems verstehe.
dapd
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