Bern – Frühe und starke Schneefälle sowie sonnige Wochenenden haben den Seilbahnen im vergangenen Winter durchschnittlich 20 Prozent Mehrumsatz gebracht. Auch die Anlagen in tiefer gelegenen Gebieten profitierten, wie der Verband Seilbahnen Schweiz am Freitag mitteilte. Positiv dürfte sich allgemein auch der starke Euro ausgewirkt haben.
Schnee in rauen Mengen vor der Haustür, beste Pistenverhältnisse und viel Sonnenschein lockten in der vergangenen Wintersaison die Schneesportler in grosser Zahl in die Berge. Die Seilbahnunternehmen konnten nach eigenen Angaben mit erneuerten und komfortablen Anlagen und guter Pistenpräparierung auf die Nachfrage reagieren. Die Verkehrsumsätze legten unter diesen Bedingungen im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 20 Prozent zu, wie der rund 400 Mitglieder zählende Verband auf Grund von Hochrechnungen festhält. Im langjährigen Mittel ergab sich ein Plus von über zehn Prozent. Überdurchschnittliche Steigerungen meldeten dabei laut Verband viele tiefer gelegene Schneesportgebiete in den Voralpen, die in der Vorjahressaison nicht mit Schnee verwöhnt waren.
Was den Anteil am Mehrumsatz betrifft, so belief sich dieser laut Verband für die Zentralschweiz auf geschätzte 22 Prozent. Einen Anteil von 17 Prozent hatten die Freiburger und Waadtländer Alpen, einen solchen von sieben Prozent die Ostschweiz. Der grösste Anteil am Plus wurde mit 27 Prozent für das Wallis errechnet. Der Verband geht davon aus, dass der starke Euro im Allgemeinen, vor allem aber auch im Wallis eine positive Rolle mit mehr französischen Gästen gespielt haben könnte, wie Verbandssprecherin Renate Schoch auf Anfrage sagte. (AP)
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